Réunion: Mehrere spektakuläre Wendungen in der zweiten Runde
Réunion: Mehrere spektakuläre Wendungen in der zweiten Runde

Die zweite Runde der Kommunalwahlen auf Réunion widerlegte viele Prognosen, da mehrere vermeintlich günstige Stichwahlen an der Wahlurne gekippt wurden. Von den zehn noch umkämpften Gemeinden erlebten fünf unerwartete Wendungen, was die erhebliche Wahlvolatilität zwischen den beiden Wahlgängen verdeutlicht.

In Saint-Leu sorgte Karim Juhoor für eine Überraschung, indem er nach dem Rückzug der amtierenden Bürgermeisterin vom dritten Platz im ersten Wahlgang den Sieg errang. In Sainte-Suzanne verdrängte Alexandre Laï-Kane-Cheong den Abgeordneten Frédéric Maillot trotz fehlender formeller Allianz und verdoppelte seine Stimmenzahl. Dasselbe Szenario spielte sich in La Possession ab, wo eine gemeinsame Liste es Erick Fontaine ermöglichte, die amtierende Bürgermeisterin Vanessa Miranville zu besiegen.

Die Dynamik hat sich zwischen den beiden Runden komplett verändert.

In Le Tampon setzte sich die Linke überraschend durch und beendete damit dank einer stark gestiegenen Wahlbeteiligung die jahrzehntelange Dominanz der Rechten. Auch in Cilaos besiegte Laïla Nassibou den amtierenden Bürgermeister Jacques Técher in einem internen linken Wahlkampf und profitierte dabei von einer besseren Stimmenübertragung und einer höheren Wahlbeteiligung.

Diese Ergebnisse bestätigen die entscheidende Rolle von Allianzen, Rückzugsversuchen und Mobilisierungen zwischen den beiden Wahlgängen bei einer Wahl, bei der im Vorfeld nichts entschieden war.

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