Die libanesische Armee gab am Donnerstag bekannt, ihr Ziel eines staatlichen Waffenmonopols im Südlibanon, einer Grenzregion zu Israel, die seit Langem von der Präsenz nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen geprägt ist, „effektiv und konkret“ erreicht zu haben. Diese Erklärung erfolgt unter starkem internationalem Druck, in dieser sensiblen Region dauerhafte Stabilität zu erreichen.
In einer Erklärung präzisierte die Militärinstitution, dass sie ihre operative Kontrolle auf den gesamten Süden ausgedehnt habe, mit Ausnahme der Gebiete, die noch von israelischen Truppen besetzt sind. Sie betonte jedoch, dass weiterhin Herausforderungen bestünden, insbesondere im Hinblick auf die Minenräumung und die Zerstörung von Tunneln, die Überbleibsel des jahrelangen Konflikts seien.
Die Armee hatte sich eine Frist bis Ende des Jahres gesetzt, um nichtstaatliche Waffennetzwerke im Süden zu neutralisieren, bevor diese Strategie auf andere Regionen des Landes ausgeweitet würde. Die Erklärung erwähnt dies zwar nicht explizit, HisbollahEine Sicherheitsquelle deutete an, dass diese Ankündigung bedeute, dass nun keine Gruppierung mehr in der Lage sein werde, Angriffe aus dem Südlibanon zu starten.
Diese Entwicklung ist Teil des 2024 zwischen Israel und dem Libanon geschlossenen Waffenstillstandsabkommens, das von den USA vermittelt wurde und vorsieht, dass nur libanesische Sicherheitskräfte in dem Gebiet Waffen tragen dürfen. Der einjährige Konflikt, der dem Abkommen vorausging, hatte die vom Iran unterstützte Hisbollah durch intensive israelische Luftangriffe erheblich geschwächt.
Seit dem Ende der Kämpfe steht Beirut unter zunehmendem Druck von Washington und Israel, die Entwaffnung der Hisbollah zu beschleunigen. Libanesische Regierungsvertreter befürchten, dass Israel seine landesweiten Angriffe verstärken wird, um den Staat zur Beschlagnahmung des Waffenarsenals der Bewegung zu zwingen – in einem Land, das bereits durch jahrelange wirtschaftliche und politische Krisen geschwächt ist.
Trotz der Ankündigung des Militärs bestehen weiterhin gegenseitige Vorwürfe von Waffenstillstandsverletzungen. Die faktische Festigung des libanesischen Waffenmonopols im Süden wird daher als ein entscheidender, aber noch unvollständiger Schritt hin zu einer dauerhaften Stabilisierung der Grenze und des gesamten Landes angesehen.