Die israelischen Behörden haben am Sonntag die Haft zweier Aktivisten verlängert, die vor der Küste Griechenlands bei einer Flottillenoperation im Gazastreifen festgenommen worden waren. Die beiden Männer, ein Spanier und ein Brasilianer, werden von Israel der Beihilfe zu einer terroristischen Organisation beschuldigt. Laut ihrem Anwalt soll die sechstägige Verlängerung Druck auf die Aktivisten ausüben, die humanitäre Hilfe im Gazastreifen leisten. Die beiden Männer, die jegliche Verbindung zur Hamas entschieden bestreiten, bleiben mindestens bis Sonntag in Haft.
Madrid weist die Anschuldigungen zurück.
Die von Israel erhobenen Anschuldigungen haben international scharfe Kritik hervorgerufen. Insbesondere Madrid hat den völligen Mangel an Beweisen für eine Verbindung zwischen seinem Staatsbürger und der palästinensischen Bewegung in Gaza angeprangert. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez forderte Aufklärung und die sofortige Freilassung seines Landsmanns. Der Fall verschärft die diplomatischen Spannungen um die humanitäre Hilfe für Gaza, die internationale Organisationen seit Beginn des Konflikts als unzureichend kritisieren.
Strenge Kontrolle der Seehilfe
Das Abfangen dieser Flottille ist Teil einer israelischen Strategie zur strikten Kontrolle von Versorgungsversuchen nach Gaza auf dem Seeweg. Die Behörden geben an, damit die Infiltration von militärischer Ausrüstung oder die Unterstützung der Hamas zu verhindern. Befürworter dieser Seekonvois prangern hingegen eine illegale Blockade an, die den Zugang der Zivilbevölkerung zu lebensnotwendigen Gütern behindert. Das israelische Gericht wird am Sonntag über eine mögliche Verlängerung der Haft oder die Freilassung der beiden Aktivisten entscheiden.
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