Ukrainischer Präsident Volodymyr Zelensky In einem offenen Brief an seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin schlug er ein Treffen der beiden Staatschefs vor, um über ein Ende des mehr als vierjährigen Krieges zu verhandeln. Er reichte Moskau die Hand zur Versöhnung, warnte aber gleichzeitig, dass die Ukraine bereit sei, den Kampf fortzusetzen, sollte keine Einigung erzielt werden.
In diesem Brief, der auch an mehrere Länder, darunter die Vereinigten Staaten, geschickt wurde, betont Selenskyj, dass die Mehrheit der Russen der Folgen des Konflikts überdrüssig sei. Er nennt insbesondere ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Territorium, die steigende Inflation und die Treibstoffknappheit als Faktoren, die den Wunsch der Bevölkerung nach Frieden verstärken.
Der ukrainische Staatschef ist ebenfalls der Ansicht, dass die internationale Lage ein schnelles Handeln erfordert. Seiner Meinung nach konzentriert sich Washington zwar größtenteils auf die Spannungen mit dem Iran, doch wäre es für Kiew gefährlich, abzuwarten, bis ein Krieg in Europa für die Vereinigten Staaten wieder höchste Priorität hat.
Selenskyj schlägt vor, den diplomatischen Prozess direkt an der Frontlinie zu beginnen. Er plädiert für einen vollständigen Waffenstillstand während der Verhandlungen, da er dies für eine unerlässliche Voraussetzung für ein günstiges Verhandlungsklima hält. Er betonte zudem, dass die Vereinigten Staaten über die notwendigen Mittel verfügen, die Einhaltung eines solchen Waffenstillstands zu überwachen und zu überprüfen.
Der ukrainische Präsident schlug vor, ein Treffen an einem bestimmten Datum in einem Drittland abzuhalten. Er nannte mehrere Staaten, die als Gastgeber in Frage kämen, darunter die Schweiz, die Türkei und bestimmte arabische Länder, die bereits in internationalen Krisen eine Vermittlerrolle übernommen haben.
In einer besonders direkten Passage seines Briefes fordert Selenskyj Wladimir Putin eindringlich auf, diese Gelegenheit zu nutzen, um den Konflikt zu beenden. „Haben Sie keine Angst, diesen Krieg zu beenden“, schreibt er und appelliert an den russischen Präsidenten, einen Dialog aufzunehmen, der den Weg für den bedeutendsten Versuch einer politischen Beilegung des Konflikts seit Jahren ebnen könnte.
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