Der chinesische Präsident Xi Jinping China wird ab dem 8. Juni einen zweitägigen offiziellen Besuch in Nordkorea absolvieren, wie Peking am Freitag bekannt gab. Dies ist der erste Besuch des chinesischen Präsidenten in dem Land seit fast sieben Jahren und unterstreicht die strategische Bedeutung, die China seinem einzigen durch einen Verteidigungspakt gebundenen Verbündeten weiterhin beimisst.
Dieser Besuch erfolgt vor dem Hintergrund der Bemühungen Pekings, die Beziehungen zu Kim Jong Un zu stärken. Der Austausch zwischen den beiden Ländern hatte sich seit der COVID-19-Pandemie deutlich verlangsamt. Gleichzeitig hat sich Nordkorea laut westlichen Vorwürfen Russland angenähert und Waffen und Truppen zur Unterstützung Moskaus Militäreinsatz in der Ukraine geliefert.
Für einige Analysten soll diese Reise auch Chinas zentrale Rolle auf der koreanischen Halbinsel unterstreichen. Laut dem Forscher John Delury ist die Botschaft Pekings eindeutig: China beabsichtigt, trotz des wachsenden Einflusses Russlands in Korea Pjöngjangs wichtigster Partner und Gesprächspartner zu bleiben.
Die Ankündigung erfolgt wenige Wochen nach intensiven diplomatischen Aktivitäten von Xi Jinping, der US-Präsident Donald Trump und den russischen Präsidenten Trump in Peking empfing. Wladimir PutinDiese Reise nach Nordkorea erscheint somit als ein neuer Schritt in der regionalen Strategie des chinesischen Staatschefs.
In den letzten Monaten haben sich die Anzeichen einer Entspannung der Beziehungen zwischen Peking und Pjöngjang mehrt. Der Personenzugverkehr zwischen den beiden Hauptstädten wurde im März nach einer sechsjährigen pandemiebedingten Unterbrechung wieder aufgenommen. Auch Air China hat ihre Flüge zwischen den beiden Ländern wieder aufgenommen.
Xi Jinpings Besuch findet inmitten anhaltender Spannungen um Nordkoreas Atomprogramm statt. Kurz vor der Ankündigung der Reise forderte Kim Jong Un die weitere Entwicklung des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals. Die Gespräche zwischen den beiden Staatschefs werden daher von regionalen und westlichen Mächten genau beobachtet, die das sich wandelnde strategische Gleichgewicht in Nordostasien einschätzen wollen.
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