Washington verhängt Sanktionen gegen ein Netzwerk, das ehemalige kolumbianische Soldaten für den Krieg im Sudan rekrutiert.
Washington verhängt Sanktionen gegen ein Netzwerk, das ehemalige kolumbianische Soldaten für den Krieg im Sudan rekrutiert.

Die Vereinigten Staaten haben neue Sanktionen gegen ein Netzwerk verhängt, das beschuldigt wird, ehemalige kolumbianische Soldaten für den Kampf im Sudan an der Seite einer paramilitärischen Gruppe rekrutiert zu haben. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen Washingtons, einen Konflikt einzudämmen, der als eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit gilt.

Das US-Finanzministerium gab bekannt, dass fünf Unternehmen und Einzelpersonen von diesen Maßnahmen betroffen waren. Laut US-Behörden trug dieses Netzwerk mutmaßlich zur Verschärfung der Gewalt bei, indem es die Entsendung ausländischer Kämpfer in einen ohnehin schon verheerenden Konflikt ermöglichte.

Zu den sanktionierten Unternehmen gehören Fenix ​​Human Resources, eine Personalvermittlungsagentur mit Sitz in Bogotá, und deren Geschäftsführer José Libardo Quijano Torres. Ebenfalls sanktioniert werden der ehemalige kolumbianische Oberst José Oscar Garcia Batt, Inhaber der Firma Global Qowa Al-Basheria, und deren Geschäftsführer Omar Fernando Garcia Batte.

Die Vereinigten Staaten behaupten, dass Hunderte ehemaliger kolumbianischer Soldaten in den Sudan gegangen sind, um die Rapid Support Forces (RSF) zu unterstützen, eine paramilitärische Gruppe, die einen brutalen Krieg gegen die reguläre Armee führt. Diese Kämpfer sollen an militärischen und technischen Operationen im ganzen Land teilgenommen haben.

Der seit drei Jahren andauernde Konflikt im Sudan, in dem Regierungstruppen und die sudanesischen Revolutionsgarden (SRF) gegeneinander kämpfen, hat das Land in eine schwere humanitäre Krise gestürzt, die von akuter Nahrungsmittelknappheit und massiven Bevölkerungsvertreibungen geprägt ist. Washington ist der Ansicht, dass die Aktivitäten dieses Netzwerks die Lage vor Ort weiter verschärfen.

In diesem Zusammenhang haben die US-Behörden die Konfliktparteien außerdem zu einer dreimonatigen humanitären Waffenruhe ohne Vorbedingungen aufgerufen. Diese Initiative soll die Lieferung von Hilfsgütern ermöglichen und das Leid der Zivilbevölkerung lindern, während die internationale Gemeinschaft versucht, die Eskalation einzudämmen.

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