Washington lehnt die Autorität des Internationalen Strafgerichtshofs über amerikanische Bürger ab.
Washington lehnt die Autorität des Internationalen Strafgerichtshofs über amerikanische Bürger ab.

Laut einer Erklärung des US-Justizministeriums hat die US-Regierung bekräftigt, dass der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) keine rechtliche Zuständigkeit für US-Staatsangehörige hat und bei keiner seiner Ermittlungen gegen amerikanische Staatsbürger kooperieren wird.

In einem Schreiben an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) erklärten die US-Behörden, sie lehnen die Vorstellung, der Internationale Gerichtshof könne Autorität über die Vereinigten Staaten oder deren Bürger ausüben, entschieden ab. Diese Position bekräftigt erneut die US-amerikanische Doktrin der Nichtanerkennung der Gerichtsbarkeit des Gerichtshofs.

Das Justizministerium stellte außerdem klar, dass Washington sich an keiner IStGH-Untersuchung beteiligen werde, die amerikanische Staatsbürger betrifft, und bekräftigte damit die von den Vereinigten Staaten bereits seit mehreren Jahren verfolgte Linie der Ablehnung gegenüber dieser Institution.

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) mit Sitz in Den Haag ist für die Verfolgung von Personen zuständig, die schwerster Verbrechen, darunter Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord, beschuldigt werden. Die Vereinigten Staaten sind jedoch kein Vertragsstaat des Römischen Statuts, des Gründungsvertrags des IStGH, was regelmäßig zu Spannungen zwischen Washington und der Institution führt.

Diese neue Erklärung ist Teil einer konsequenten politischen Strategie der USA, die Legitimität des IStGH in Frage zu stellen, wenn dieser versucht, seine Gerichtsbarkeit auf Staatsangehörige von Nichtmitgliedstaaten auszudehnen.

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