USA und Iran: ein brüchiges Abkommen zur Aussetzung der Angriffe und zur Wiederaufnahme der Verhandlungen.
USA und Iran: ein brüchiges Abkommen zur Aussetzung der Angriffe und zur Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch neue Sanktionen gegen elf Einzelpersonen und Organisationen verhängt, die der Unterstützung iranischer Rüstungsprogramme beschuldigt werden. Zu den Betroffenen gehören mehrere Unternehmen und Einzelpersonen mit Sitz in China und Hongkong, denen Washington eine Schlüsselrolle bei der Lieferung militärischer Ausrüstung an den Iran vorwirft.

Nach Angaben des Office of Foreign Assets Control des US-Finanzministeriums sollen neun der sanktionierten Personen und Unternehmen den Kauf von Ausrüstung und Material für das iranische Militär und die Islamischen Revolutionsgarden, eine einflussreiche militärische Kraft innerhalb der Islamischen Republik, ermöglicht haben.

Die US-Behörden werfen einem in Hongkong ansässigen Unternehmen zudem vor, an dem Betrieb eines von Iran genutzten geheimen Bankennetzwerks beteiligt gewesen zu sein. Dieses System soll es Iran ermöglicht haben, bestimmte internationale Finanzbeschränkungen zu umgehen und Operationen im Zusammenhang mit seinen Militärprogrammen zu unterstützen.

Das US-Außenministerium hat unterdessen separate Sanktionen gegen zwei Unternehmen und zwei Einzelpersonen mit Sitz im Iran und in Belarus verhängt. Diese Maßnahmen beziehen sich auf Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Entwicklung konventioneller Waffen zugunsten Teherans.

Diese neue Sanktionswelle ist Teil der Strategie Washingtons, wirtschaftlichen Druck auf den Iran auszuüben. Die Vereinigten Staaten versuchen insbesondere, die Finanz-, Logistik- und Handelsnetzwerke zu unterbrechen, die sie für die Entwicklung der iranischen Militärkapazitäten als wesentlich erachten.

Die Ankündigung erfolgt inmitten anhaltender Spannungen zwischen den beiden Ländern, die in den letzten Wochen durch indirekte Auseinandersetzungen und eine Verschärfung der US-Maßnahmen gegen wirtschaftliche und militärische Aktivitäten mit Verbindungen zur Islamischen Republik gekennzeichnet waren. Die iranischen Behörden hatten zunächst nicht öffentlich auf die neuen Sanktionen reagiert.

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