Washington fordert eine Neubewertung der internationalen Hilfe für Afghanistan
Washington fordert eine Neubewertung der internationalen Hilfe für Afghanistan

Die Vereinigten Staaten waren der Ansicht, dass die internationale Hilfe für Afghanistan trotz der schweren humanitären Krise, die das Land aufgrund der Haltung der Taliban und der Einschränkungen der Rechte von Frauen erlebt, neu bewertet werden müsse.

In seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat sprach der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, von einer „humanitären Katastrophe“ in Afghanistan und hob gleichzeitig die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit mit den Taliban-Behörden hervor.

Seiner Ansicht nach zwingt die „Unnachgiebigkeit“ des herrschenden Regimes, insbesondere in Bezug auf die Grundrechte, die internationale Gemeinschaft dazu, die Effektivität der internationalen Hilfe und des Engagements in dem Land genau zu prüfen.

Der amerikanische Diplomat lenkte die Aufmerksamkeit auch auf das Budget der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA), dessen Verlängerung demnächst ansteht. Er wies darauf hin, dass diese Mission über das größte Budget aller politischen Sondermissionen der Vereinten Nationen verfügt.

Mike Waltz prangerte insbesondere die von den Taliban auferlegten Beschränkungen für Frauen an und wies darauf hin, dass afghanische Mitarbeiterinnen der UN-Mission nicht einmal ihren Arbeitsplatz aufsuchen konnten.

Die US-amerikanischen Stellungnahmen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Afghanistan mit mehreren Krisen konfrontiert ist, darunter weit verbreitete Armut, Naturkatastrophen und eingeschränkter Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen für einen großen Teil der Bevölkerung.