Die US-Behörden haben Anklage gegen einen irakischen Staatsbürger erhoben, der beschuldigt wird, einer vom Iran unterstützten Miliz bei der Planung von Anschlägen in den USA und Europa geholfen zu haben. Der Fall, der am Freitag von der Bundesstaatsanwaltschaft in New York bekannt gegeben wurde, fällt in eine Zeit erhöhter Spannungen im Zusammenhang mit pro-iranischen bewaffneten Gruppen im Nahen Osten.
Laut US-Staatsanwaltschaft steht der Mann im Verdacht, an der Planung koordinierter Angriffe im Auftrag der Kata'ib Hisbollah, einer einflussreichen, vom Iran unterstützten schiitischen Miliz im Irak, beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittler werfen ihm vor, bei der Vorbereitung von Operationen geholfen zu haben, die sich unter anderem gegen US-Bürger und Juden richteten.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mutmaßlichen Anschlagspläne sowohl die Vereinigten Staaten als auch mehrere europäische Länder betrafen. Die Behörden haben jedoch weder die genauen Ziele öffentlich genannt noch mitgeteilt, ob unmittelbar bevorstehende Angriffe verhindert wurden.
Auf einer Pressekonferenz in New York bezeichnete der US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York, Jay Clayton, den Fall als ernsthafte Bedrohung der nationalen Sicherheit. Die US-Behörden gaben an, die Aktivitäten bewaffneter Gruppen mit Verbindungen zum Iran genau zu beobachten. Washington wirft dem Iran vor, feindliche Operationen gegen amerikanische und westliche Interessen zu unterstützen.
Der Verteidiger seinerseits äußerte Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Behandlung seines Mandanten und der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich jedoch lediglich um Behauptungen, und der Angeklagte genießt die Unschuldsvermutung.
Dieser Vorfall ereignet sich in einer Zeit erhöhter regionaler Spannungen nach den jüngsten Zusammenstößen zwischen dem Iran und seinen Verbündeten. Seit mehreren Jahren befürchten die US-Behörden, dass bestimmte vom Iran unterstützte Gruppen versuchen, ihre Operationen über den Nahen Osten hinaus, insbesondere nach Europa und in die Vereinigten Staaten, auszudehnen.
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