Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte erklärte, er sei „entsetzt“ über die Gewalt, die in den letzten Tagen in mehreren Teilen des Vereinigten Königreichs, darunter Nordirland, ausgebrochen sei, wo sich Ausschreitungen gegen Einwanderer gegen ethnische Minderheiten und ausländische Einwohner richteten.
Die Unruhen begannen nach einem Messerangriff in Belfast. Ein sudanesischer Staatsangehöriger wurde in diesem Fall wegen versuchten Mordes angeklagt, ein Ereignis, das in einigen Teilen der Stadt schnell eine Welle von Spannungen und Protesten auslöste.
Am Dienstag setzten Randalierer Häuser und Fahrzeuge von Angehörigen von Minderheiten in Brand. Mehrere Vorfälle richteten sich auch gegen ausländische Einwohner, was die von Behörden und Menschenrechtsorganisationen erhobenen Vorwürfe rassistisch motivierter Gewalt weiter anheizte.
Angesichts anhaltender Unruhen setzte die nordirische Polizei in der zweiten Nacht in Folge Wasserwerfer ein, um Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Strafverfolgungsbehörden gaben an, dass einige Aktionen koordiniert wirkten, und verstärkten ihre Präsenz in den am stärksten betroffenen Gebieten.
Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte äußerte sich tief besorgt über diese Eskalation und bekräftigte die Bedeutung des Schutzes gefährdeter Bevölkerungsgruppen sowie der Bekämpfung aller Formen von Hass und Diskriminierung. Die Organisation rief zur Achtung der Rechtsstaatlichkeit und zur Verhinderung weiterer Gewalt auf.
Diese Ereignisse ereignen sich inmitten einer besonders angespannten Einwanderungsdebatte im Vereinigten Königreich. Die britischen Behörden bemühen sich nun um Ruhe und Ordnung und führen gleichzeitig die Ermittlungen zu den in den letzten Tagen verübten Angriffen und Vandalismusakten fort.
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