Eine neue Flottille humanitärer Hilfe soll am Sonntag vom Hafen Barcelonas aus in See stechen, um den Gazastreifen zu erreichen und die israelische Blockade zu durchbrechen. Diese von Aktivisten und internationalen Organisationen initiierte Maßnahme will auf die humanitäre Krise in dem palästinensischen Gebiet aufmerksam machen.
Den Organisatoren zufolge sollen rund dreißig Schiffe mit medizinischen Hilfsgütern und anderen lebenswichtigen Gütern beladen von der Mittelmeerstadt aus in See stechen. Weitere Schiffe werden sich dem Konvoi voraussichtlich unterwegs anschließen. Die Mission trägt den Namen „Sumud Global Flotilla“ und hat zum Ziel, einen humanitären Korridor nach Gaza zu öffnen.
Dieser Versuch erfolgte mehrere Monate nach einer ähnlichen Operation, bei der im Oktober rund vierzig Boote von der israelischen Armee abgefangen wurden. Damals wurden mehr als 450 Teilnehmer festgenommen, darunter die Umweltaktivistin Greta Thunberg, die später wieder freigelassen wurde.
Israel, das den gesamten Zugang zum Gazastreifen kontrolliert, beteuert, die Lieferung von Hilfsgütern an die über zwei Millionen Einwohner des Gebiets nicht zu blockieren. Humanitäre Organisationen und palästinensische Vertreter sind jedoch der Ansicht, dass die Lieferungen trotz der im Rahmen des im vergangenen Oktober geschlossenen Waffenstillstandsabkommens eingegangenen Verpflichtungen weiterhin unzureichend sind.
Der Schauspieler Liam Cunningham unterstützte die Initiative, ohne selbst daran teilzunehmen, und prangerte die Untätigkeit der Regierung angesichts der humanitären Krise an. „Jedes Kilogramm Hilfsgüter auf diesen Schiffen ist ein Fehlschlag“, erklärte er und glaubte, dass diese Bürgermobilisierung die Versäumnisse der Staaten bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen ausgleicht.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.