Gewaltige Auswürfe von Bimsstein nach einem Unterwasservulkanausbruch in Papua-Neuguinea beeinträchtigen das Leben in den Küstengemeinden der Insel Manus massiv. Die Bewohner berichten von zunehmenden Schwierigkeiten beim Fischen und im Schiffsverkehr, was die Befürchtung von Nahrungsmittelknappheit in dieser abgelegenen Region des Pazifiks schürt.
Der Ausbruch, der noch andauert, begann am 8. Mai in der Bismarcksee, etwa 125 Kilometer südöstlich der Insel Manus. Laut Satellitenbeobachtungen der NASA hat die vulkanische Aktivität erhebliche Mengen an Bimsstein und verfärbtem Wasser über ein weites Meeresgebiet geschleudert.
Lokale Behörden berichten, dass die Bimssteinhaufen den Schiffsverkehr behindern und einige Fischgründe überfluten. Für viele Küstengemeinden, deren Lebensgrundlage fast ausschließlich vom Meer abhängt, haben diese Beeinträchtigungen bereits direkte Auswirkungen auf den Alltag.
Jayso James So-on, ein Beamter der Lokalregierung, berichtete, dass die Riffe mit vulkanischem Gestein bedeckt seien und die Schiffsverbindungen nach Lorengau, der Hauptstadt der Provinz Manus, stark beeinträchtigt seien. Er forderte die Provinzbehörden auf, angesichts dieser besorgniserregenden Lage umgehend Maßnahmen zu ergreifen.
Experten weisen darauf hin, dass Bimsstein zwar nicht unbedingt eine direkte Gefahr für Menschen darstellt, die daraus entstehenden riesigen Treibgutflöße jedoch erhebliche wirtschaftliche und logistische Störungen verursachen können. Besonders gefährdet sind die Bereiche Fischerei, Transport und Versorgung.
Angesichts der Lage hat Premierminister James Marape die zuständigen Behörden beauftragt, die vulkanische Aktivität unter Wasser und ihre Folgen zu untersuchen. Die Bewohner hoffen nun auf ein schnelles Eingreifen der Behörden, um zu verhindern, dass sich die gegenwärtigen Schwierigkeiten in dieser abgelegenen Region des Landes zu einer Nahrungsmittelkrise ausweiten.
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