Ein palästinensischer Mann, der 25 Jahre lang in Israel inhaftiert war, stirbt in Haft; Vorwürfe medizinischer Fahrlässigkeit werden laut.
Ein palästinensischer Mann, der 25 Jahre lang in Israel inhaftiert war, stirbt in Haft; Vorwürfe medizinischer Fahrlässigkeit werden laut.

Ein palästinensischer Gefangener, der über zwei Jahrzehnte in einem israelischen Gefängnis inhaftiert war, ist gestorben. Dies teilte das Pressebüro palästinensischer Gefangener mit. Es handelte sich um den 47-jährigen Imad Rajih Serhan, der seit 2001 im Gilboa-Gefängnis inhaftiert war, nachdem er zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.

Laut der Erklärung informierten die israelischen Behörden seine Familie darüber, dass er an einem Herzinfarkt gestorben sei. Weitere Details zu den genauen Umständen seines Todes wurden nicht bekannt gegeben. Palästinensische Organisationen hingegen behaupten, sein Gesundheitszustand habe sich während seiner Haftjahre deutlich verschlechtert.

Das palästinensische Gefangenen-Medienbüro gibt an, dass Imad Serhan an schweren Herz-Kreislauf-Problemen und Bluthochdruck litt. Laut derselben Quelle war er aufgrund seines sich verschlechternden Gesundheitszustands mehrere Jahre lang auf einen Rollstuhl angewiesen und wurde weiterhin unter als hart empfundenen Haftbedingungen festgehalten.

Palästinensische Organisationen werfen der israelischen Gefängnisverwaltung medizinische Vernachlässigung und Misshandlung vor. Sie gehen davon aus, dass sich der Gesundheitszustand des Gefangenen infolge jahrelanger Verhöre, Einzelhaft und unzureichender medizinischer Versorgung verschlechtert hat. Sie fordern internationale Menschenrechtsorganisationen auf, den Fall zu untersuchen und sich für palästinensische Gefangene einzusetzen.

Laut Angaben dieser Organisationen erhöht der Tod von Imad Serhan die Zahl der palästinensischen Gefangenen, deren Tod in israelischer Haft seit Oktober 2023 gemeldet wurde, auf 90. Sie geben außerdem an, dass seit 1967 327 palästinensische Gefangene in israelischen Gefängnissen gestorben sind.

In einer Kondolenzerklärung bezeichnete die Hamas den Tod von Imad Serhan als „weitere Folge medizinischer Vernachlässigung und Folter“. Die Gruppe warf den israelischen Behörden vor, palästinensischen Gefangenen systematisch medizinische Versorgung zu verweigern, und machte sie für seinen Tod verantwortlich.

Die Hamas rief die internationale Gemeinschaft und Menschenrechtsorganisationen auf, gegen mutmaßliche Verstöße gegen palästinensische Gefangene vorzugehen. Laut vorliegenden Berichten haben die israelischen Behörden zu diesen Vorwürfen bisher nicht öffentlich Stellung bezogen.

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