Eine muslimische Gruppe wirft Trumps Politik vor, die Islamophobie in den Vereinigten Staaten anzuheizen.
Eine muslimische Gruppe wirft Trumps Politik vor, die Islamophobie in den Vereinigten Staaten anzuheizen.

Der Grad der Islamophobie in den Vereinigten Staaten erreichte im Jahr 2025 einen Rekordwert, was zum Teil auf das harte Vorgehen des Präsidenten zurückzuführen ist. Donald Trump Laut einem Bericht einer muslimischen Interessenvertretungsorganisation richtet sich dies gegen pro-palästinensische Demonstrationen und durch die Migrationspolitik.

Der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR) berichtet, dass er im Jahr 2025 8.683 Beschwerden im Zusammenhang mit anti-muslimischen und anti-arabischen Handlungen oder Äußerungen verzeichnet hat. Dies ist die höchste Zahl seit Beginn der Veröffentlichung dieser Daten durch die Organisation im Jahr 1996 und liegt leicht über den 8.658 im Jahr 2024 verzeichneten Beschwerden.

Dem Bericht zufolge betreffen die meisten Beschwerden Fälle von Diskriminierung am Arbeitsplatz (12,7 %), Probleme im Zusammenhang mit Einwanderung und Asyl (6,5 %), Hassvorfälle (6,4 %) sowie Diskriminierung im Zusammenhang mit Reisen, wie z. B. staatliche Kontrollen oder Überwachungslisten (5,6 %).

Die Organisation ist der Ansicht, dass bestimmte Maßnahmen der Trump-Administration, darunter strenge Vorkehrungen gegen Einwanderung und die Unterdrückung pro-palästinensischer Demonstrationen, zur Schaffung eines Klimas des Misstrauens und der Stigmatisierung beigetragen haben.

Menschenrechtsaktivisten weisen zudem darauf hin, dass die Islamophobie in den Vereinigten Staaten Teil eines umfassenderen Kontextes ist, der durch das Erbe der Anschläge vom 11. September 2001, den Anstieg fremdenfeindlicher Stimmungen, die Präsenz weißer rassistischer Bewegungen und Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen geprägt ist.

Donald Trump weist seinerseits jegliche Diskriminierungsvorwürfe zurück. Der Präsident beteuert, die von seiner Regierung ergriffenen Maßnahmen dienten ausschließlich der Bekämpfung illegaler Einwanderung und der Stärkung der nationalen Sicherheit.

Der CAIR-Bericht erwähnt auch Äußerungen Trumps, die sich gegen die überwiegend muslimische somalische Gemeinde in Minnesota richteten. Er beschuldigte sie des Betrugs und beschrieb sie abfällig. Menschenrechtsorganisationen sind der Ansicht, dass diese Art von Rhetorik Spannungen und Diskriminierung verschärft.