Ein Brite steht in London wegen Terrorismus vor Gericht; ihm wird vorgeworfen, mit Al-Shabaab gekämpft zu haben.
Ein Brite steht in London wegen Terrorismus vor Gericht; ihm wird vorgeworfen, mit Al-Shabaab gekämpft zu haben.

Ein britischer Staatsbürger erschien am Donnerstag vor einem Londoner Gericht, dem vorgeworfen wird, vor mehr als 15 Jahren an der Seite der islamistischen Gruppe Al-Shabaab in Somalia gekämpft zu haben.

Jermaine Grant, 43, wird wegen sechs terroristischer Straftaten angeklagt, die er zwischen 2007 und 2010 begangen hat. Zu den Anklagepunkten gehören seine Teilnahme an Kommandotrainingslagern in Kismayo sowie seine mutmaßliche Beteiligung an bewaffneten Kämpfen.

Laut Staatsanwalt Carl Kelvin soll der Angeklagte eine Gruppe angeführt und an mehreren Gefechten an der Seite der Kämpfer teilgenommen haben. Ihm wird außerdem vorgeworfen, während der Schlacht von Karan ein AK-47-Sturmgewehr besessen und eine Gruppe angeführt zu haben, die terroristische Aktivitäten verübte.

Jermaine Grant wurde unter Polizeibegleitung dem Westminster Magistrates' Court vorgeführt und für sieben Tage in Untersuchungshaft genommen, bis die für die Fortsetzung des Verfahrens notwendige Zustimmung des Generalstaatsanwalts vorliegt.

Die britischen Behörden haben die Schwere der mutmaßlichen Straftaten betont. „Es handelt sich um schwerwiegende Vorwürfe, die das Ergebnis langjähriger Ermittlungen sind“, sagte Kris Wright, amtierender Leiter der Londoner Anti-Terror-Polizei.

Dieser Fall verdeutlicht die anhaltende Wachsamkeit der britischen Sicherheitsdienste gegenüber Personen, die im Verdacht stehen, sich im Ausland dschihadistischen Organisationen angeschlossen zu haben, selbst viele Jahre nach den Ereignissen.

Der Fall muss nun seinen rechtlichen Lauf nehmen, in einem Kontext, in dem die Behörden weiterhin gegen Bedrohungen im Zusammenhang mit internationalem Terrorismus vorgehen.

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