Nach Angaben eines hochrangigen Strafverfolgungsbeamten wurden am Sonntag mindestens zwölf Polizisten bei einem Autobombenanschlag auf eine Polizeistation in der nordwestpakistanischen Stadt Bannu getötet.
Dem besonders heftigen Angriff folgte eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und Militanten, so ein Polizeisprecher. Bilder, die nach der Explosion veröffentlicht wurden, zeigten ein schwer beschädigtes Gebäude und Anwohner inmitten der Trümmer.
Nach Angaben der Behörden wurden nach dem Anschlag drei Personen lebend aufgefunden und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Genaue Angaben zur Zahl der Verletzten lagen zunächst nicht vor.
Die Stadt Bannu liegt in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, einer an Afghanistan grenzenden Region, die regelmäßig von islamistischen bewaffneten Gruppen angegriffen wird. Pakistanische Sicherheitskräfte führen dort seit mehreren Jahren Operationen gegen militante Organisationen durch.
Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Anschlag, doch die pakistanischen Behörden vermuten häufig, dass pakistanische Taliban-Gruppierungen hinter solchen Angriffen auf Sicherheitskräfte stecken.
Seit die Taliban 2021 in Afghanistan wieder an die Macht kamen, hat es in Pakistan zu einem Wiederaufleben der Gewalt in den Grenzregionen gekommen. Islamabad wirft bestimmten bewaffneten Gruppen regelmäßig vor, auf der anderen Seite der Grenze Zuflucht zu finden, was die afghanischen Behörden bestreiten.
Dieser jüngste Anschlag unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen, denen sich Pakistan trotz der zahlreichen Militäroperationen gegen Rebellengruppen in den letzten Jahren weiterhin gegenübersieht.
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