Russland hat in der Nacht einen Großangriff auf die Ukraine gestartet und dabei mehr als 300 Drohnen und mehrere ballistische Raketen eingesetzt, wie ukrainische Behörden mitteilten. Die Angriffe richteten sich gegen die Hafeninfrastruktur im Süden des Landes und forderten mehrere Opfer.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen 324 Drohnen und drei ballistische Raketen gestartet. Die Luftverteidigungssysteme gaben an, 309 Drohnen abgeschossen oder neutralisiert zu haben, doch mindestens 13 von ihnen trafen zusammen mit den Raketen neun verschiedene Ziele.
In der südöstlichen Stadt Dnipro wurden bei einem Drohnenangriff drei Menschen verletzt, wie Regionalgouverneur Oleksandr Ganzha mitteilte. Laut von den lokalen Behörden veröffentlichten Bildern wurden durch die Angriffe außerdem ein neunstöckiges Wohngebäude und ein Verwaltungsgebäude beschädigt.
Diese Offensive erfolgt einen Tag nach einem Raketenangriff auf dieselbe Stadt, bei dem fünf Menschen getötet und fast 30 verletzt wurden, was die zunehmende Intensität der Bombardierungen in dieser strategisch wichtigen Region unterstreicht.
In Tscherkassy, im Zentrum des Landes, mussten nach einem weiteren Drohnenangriff in der Nacht vier Menschen medizinisch versorgt werden, wie Regionalgouverneur Ihor Taburets mitteilte. Das Ausmaß des Sachschadens wird noch ermittelt.
Weiter südöstlich, in Saporischschja, wurde eine 74-jährige Frau bei einem Bombenanschlag am frühen Morgen getötet. Regionalgouverneur Iwan Fjodorow erklärte, sie habe sich zum Zeitpunkt des Einschlags in einem Kiosk aufgehalten. Der Anschlag verursachte weitere Zerstörungen in der Stadt.
Diese neue Welle massiver Angriffe verdeutlicht die Fortsetzung der russischen Offensive und den anhaltenden Druck auf mehrere ukrainische Regionen. Trotz der behaupteten Effektivität der Luftabwehr fordern die Angriffe weiterhin Opfer und verursachen erhebliche Schäden an der zivilen Infrastruktur.
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