Der Kreml erklärte am Mittwoch, er erwarte eine baldige Wiederaufnahme der Kontakte mit den USA zum Ukraine-Krieg, sobald die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zur Verfügung stünden. Moskau betonte, trotz der anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Mächten konstruktive Gespräche mit diesen Vermittlern zu führen.
Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow konzentrieren sich die beiden amerikanischen Gesandten derzeit auf andere diplomatische Angelegenheiten, darunter Gespräche über ein Friedensabkommen mit dem Iran. Ihre Beteiligung an mehreren diplomatischen Fronten erkläre die vorübergehende Unterbrechung der Gespräche über die Ukraine-Frage, so Peskow.
Dmitri Peskow betonte dennoch die Fortsetzung des Dialogs. „Wir gehen davon aus, dass die Kontakte fortgesetzt werden“, erklärte er und fügte hinzu, Russland erwarte die Wiederaufnahme der Gespräche, sobald die amerikanischen Gesandten wieder verfügbar seien. Er lobte zudem deren Rolle und bezeichnete ihren Ansatz als „äußerst konstruktiv“.
Diese Äußerungen erfolgen inmitten schwankender diplomatischer Beziehungen zwischen Washington und Moskau. Anfang der Woche warfen russische Beamte den Vereinigten Staaten vor, bestimmte Zusagen nicht eingehalten zu haben, die angeblich zwischen Wladimir Putin und Moskau besprochen worden waren. Donald Trump während eines Gipfeltreffens in Alaska im vergangenen August.
Moskau beruft sich weiterhin auf den sogenannten „Verankerungsgeist“, eine Reihe von Interpretationen früherer Abkommen, die laut Analysten territoriale Regelungen in der Ukraine beinhalten würden. Kiew lehnt jegliche Idee einer Gebietsabtretung entschieden ab und erklärt, dass ein solcher Kompromiss nicht akzeptiert werde.
In diesem Kontext erscheint die Wiederaufnahme diplomatischer Kontakte zwischen den Vereinigten Staaten und Russland ungewiss, obwohl Moskau behauptet, weiterhin offen für Verhandlungen über bereits etablierte Kanäle zu sein.
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