Der amerikanische Präsident Donald Trump Für die politische Zukunft der USA spielt nun die Leistung des neuen Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, eine bedeutende Rolle, und zwar in einem Kontext, der von internen Spaltungen in der Zentralbank und anhaltender Inflation geprägt ist.
Der ehemalige Fed-Gouverneur und enge Vertraute konservativer Kreise, Kevin Warsh, übernahm letzte Woche im Rahmen einer Zeremonie im Weißen Haus an der Seite von Donald Trump offiziell die Leitung der amerikanischen Währungsinstitution.
Jahrelang hatte Trump den ehemaligen Fed-Chef Jerome Powell regelmäßig zum Sündenbock gemacht und ihm die Verantwortung für die hohen Zinsen, die Konjunkturflaute und die Hypothekenkosten zugeschrieben. Nun werden die Folgen der Geldpolitik direkt mit seinen eigenen Entscheidungen verknüpft sein.
Die Lage für Warsh ist heikel. Die US-Notenbank ist in der Frage der Zinspolitik weiterhin tief gespalten; bei der April-Sitzung kam es zu den meisten Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gouverneuren seit drei Jahrzehnten.
Die Inflation bleibt auch für die Trump-Regierung ein großes Problem. Der anhaltende Preisanstieg steht im Widerspruch zu mehreren wirtschaftspolitischen Versprechen des amerikanischen Präsidenten, der während seines Wahlkampfs einen raschen Rückgang der Lebenshaltungskosten und eine Rückkehr zu starkem Wirtschaftswachstum versprochen hatte.
Analysten sagen, Trump könne die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht länger der feindseligen Führung der US-Notenbank zuschreiben, da Warsh nun als politischer und ideologischer Verbündeter des Präsidenten gelte.
Diese enge Beziehung könnte jedoch die wahrgenommene Unabhängigkeit der US-Zentralbank gefährden. Mehrere Ökonomen befürchten, dass die Finanzmärkte künftige Entscheidungen der Fed eher als politisch denn als wirtschaftlich motiviert interpretieren werden.
Kevin Warsh wird insbesondere davon überzeugen müssen, dass er die Glaubwürdigkeit der Institution wahren kann, während er gleichzeitig dem Druck aus dem Weißen Haus standhält, da die Investoren die Entwicklungen bei Inflation, Beschäftigung und Zinssätzen genau beobachten.
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