Trump verkündet den Tod des venezolanischen Bandenchefs Tren de Aragua bei einem US-Luftangriff.
Trump verkündet den Tod des venezolanischen Bandenchefs Tren de Aragua bei einem US-Luftangriff.

Der amerikanische Präsident Donald Trump behauptete am Freitag, dass die US-Streitkräfte Hector Rusthenford Guerrero Flores, besser bekannt als "Niño Guerrero", Anführer der venezolanischen Tren de Aragua-Bande, in einem Militärschlag in dieser Woche getötet hätten.

In einer Nachricht, die er auf seinem sozialen Netzwerk Truth veröffentlichte, erklärte Donald Trump, die Operation sei vom US-Südkommando auf seine Anweisung hin durchgeführt worden. Laut seinen Angaben wurde bei dem Angriff der Anführer einer der gefürchtetsten kriminellen Organisationen Amerikas ausgeschaltet.

Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte im Fernsehsender X, dass Guerrero bei der Operation getötet wurde. Die venezolanischen Behörden reagierten zunächst nicht auf diese Aussagen.

Die US-Regierung verfolgt Tren de Aragua und deren Führungsriege seit mehreren Jahren. Washington wirft der Gruppe vor, in zahlreiche kriminelle Aktivitäten verwickelt zu sein, darunter Drogenhandel, Menschenhandel, Geldwäsche, Entführungen und Auftragsmorde.

Das US-Außenministerium hat Tren de Aragua als ausländische Terrororganisation eingestuft. Donald Trump beschuldigte die Bande zudem, Verbindungen zur Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu unterhalten – eine Anschuldigung, die Caracas stets zurückweist.

Die aus dem Gefängnis von Tocorón in Venezuela stammende Tren de Aragua hat sich im Laufe der Jahre zu einer der einflussreichsten kriminellen Gruppen Lateinamerikas entwickelt. Die Organisation ist insbesondere dafür bekannt, mehrere Migrationsrouten zu kontrollieren, die von venezolanischen Migranten in verschiedene Länder des Kontinents genutzt werden.

Niño Guerrero entkam 2023 aus dem Gefängnis von Tocorón, kurz vor einer großangelegten Polizeiaktion gegen die Bande. Seit seiner Flucht zählte er zu den meistgesuchten Kriminellen der Region.

Sollte sich der Tod des Anführers von Tren de Aragua unabhängig bestätigen, wäre dies ein schwerer Schlag für die kriminelle Organisation. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Operation auf die Aktivitäten der Gruppe haben wird, deren Einfluss sich von Venezuela auf mehrere südamerikanische Länder erstreckt.

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