Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gedachte am Samstag dreier Freiwilliger, die in der Demokratischen Republik Kongo während Bergungsarbeiten in der Provinz Ituri an dem Ebola-Virus gestorben waren.
Laut der Organisation infizierten sich die drei Freiwilligen am 27. März während eines humanitären Einsatzes, der zu diesem Zeitpunkt noch keinen bekannten Bezug zu Ebola hatte. Der Ausbruch war in der Region noch nicht offiziell bestätigt worden.
Die Opfer, Ajiko Chandiru Viviane, Sezabo Katanabo und Alikana Udumusi Augustin, gehörten dem Mongbwalu-Zweig im Nordosten des Landes an. Sie starben am 5., 15. bzw. 16. Mai, wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mitteilte.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Sonntag, dass der neue Ausbruch des Bundibugyo-Stammes des Ebola-Virus einen internationalen Gesundheitsnotstand darstellt. Derzeit gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine Behandlungsmethode für diese Virusvariante.
Die Leichen von Ebola-Toten bleiben auch nach dem Tod hoch ansteckend, weshalb unsichere Bestattungen zu den Hauptübertragungswegen zählen. Hilfsorganisationen bemühen sich seit mehreren Wochen, diese Risiken durch die Organisation geschützter Bestattungszeremonien und Aufklärung der lokalen Bevölkerung zu minimieren.
„Diese Freiwilligen haben im Dienst für ihre Gemeinden mit Mut und Menschlichkeit ihr Leben verloren“, erklärte die Internationale Föderation in einer Stellungnahme. Die Teams des Roten Kreuzes setzen ihre Hausbesuche fort, um in den betroffenen Gebieten gegen Fehlinformationen über die Krankheit vorzugehen.
Diese neue Epidemie weckt erneut gesundheitliche Bedenken in der Demokratischen Republik Kongo, einem Land, das in den letzten Jahrzehnten regelmäßig mit Ebola-Ausbrüchen zu kämpfen hatte.
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