Der Vorsitzende der wichtigsten Oppositionspartei Taiwans, Cheng Li-wun, sprach sich während eines Besuchs in Nanjing, bei dem auch der historische Gründer der chinesischen Nationalbewegung geehrt wurde, für engere Beziehungen zu China aus.
Die Kuomintang-Vorsitzende Cheng Li-wun erwies am Grab von Sun Yat-sen, dem Gründer der Partei, ihre Ehre. Sie rief dazu auf, sich von seinen Idealen inspirieren zu lassen, um „Gleichheit, Inklusion und Einheit“ zwischen den beiden Seiten der Meerenge zu fördern.
Diese Reise findet in einer besonders angespannten Zeit statt, die durch den zunehmenden militärischen Druck Pekings auf Taiwan gekennzeichnet ist, das China als integralen Bestandteil seines Territoriums betrachtet. Gleichzeitig ist die taiwanesische Innenpolitik gespalten; die Opposition blockiert insbesondere einen von der Regierung vorgeschlagenen umfangreichen Militärausgabenplan.
Der Besuch von Cheng Li-wun hat eine starke symbolische Bedeutung: Die Kuomintang floh 1949 nach ihrer Niederlage gegen die Kommunisten Mao Zedongs nach Taiwan, weshalb diese historische Erinnerung in den sino-taiwanischen Beziehungen immer noch ein sensibles Thema ist.
Mit ihrem Aufruf zur Versöhnung distanziert sich die Oppositionsführerin von der härteren Linie der derzeitigen taiwanesischen Regierung, und zwar in einem Kontext, in dem das politische und strategische Gleichgewicht in Asien besonders fragil ist.
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