Taiwan behauptet, von Washington nicht bezüglich Waffenlieferungen in den Nahen Osten kontaktiert worden zu sein.
Taiwan behauptet, von Washington nicht bezüglich Waffenlieferungen in den Nahen Osten kontaktiert worden zu sein.

Taiwan gab am Dienstag bekannt, dass die Vereinigten Staaten nicht an sie herangetreten seien bezüglich eines möglichen Waffentransfers in den Nahen Osten, während Gespräche über die Verlegung amerikanischer Verteidigungssysteme in die Region geführt würden.

Der taiwanische Verteidigungsminister Wellington Koo erklärte, Washington habe Taipeh in dieser Angelegenheit nicht kontaktiert. Seine Äußerungen erfolgten, nachdem Südkorea die Möglichkeit einer Verlegung einiger der derzeit auf seinem Territorium stationierten US-Patriot-Raketensysteme ins Gespräch gebracht hatte.

Am Freitag deutete der südkoreanische Außenminister Cho Hyun an, dass die amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran über eine mögliche Verlegung dieser Raketenabwehrsysteme in den Nahen Osten verhandeln.

Patriot-Batterien dienen dem Abfangen ballistischer Raketen und sind ein zentrales Element der Luftverteidigungssysteme der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten.

Mit seinen Stellungnahmen will Taiwan seine Position verdeutlichen, während die internationalen Spannungen zunehmen und die Vereinigten Staaten Möglichkeiten zur Stärkung der Verteidigung ihrer Partner im Nahen Osten prüfen.

Taiwan ist angesichts des Drucks aus China für seine Sicherheit stark auf die militärische Unterstützung der USA angewiesen. Jede weltweite Umverteilung von US-Militärausrüstung wird daher von Taipeh genauestens überwacht, um sicherzustellen, dass seine Verteidigungsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.