Russland veranstaltet am Samstag eine deutlich verkleinerte Parade zum Tag des Sieges, angesichts starker Besorgnis über den Krieg in der Ukraine und die Gefahr möglicher Angriffe auf russisches Territorium.
Die alljährliche Parade am 9. Mai auf dem Roten Platz in Moskau zählt nach wie vor zu den wichtigsten nationalen Feierlichkeiten des Landes. Sie erinnert an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg und würdigt die rund 27 Millionen sowjetischen Bürger, die in diesem Krieg ihr Leben verloren.
Die diesjährige Ausgabe des Roten Platzes 2026 markiert jedoch einen bedeutenden Bruch mit den üblichen Machtdemonstrationen. In diesem Jahr sind keine Panzer oder schwere Militärfahrzeuge auf dem Kopfsteinpflaster des Platzes geplant, da die russischen Behörden ukrainische Angriffe befürchten.
Dennoch wird erwartet, dass Präsident Wladimir Putin eine Rede vor den Streitkräften hält und Blumen am Grabmal des unbekannten Soldaten niederlegt, während Kampfjets über den Kreml kreisen.
Diese Feier findet statt, nachdem Moskau und Kiew einer vom US-Präsidenten verkündeten dreitägigen Waffenruhe zugestimmt haben. Donald TrumpTrotz dieser Waffenruhe bleiben die Spannungen extrem hoch und beide Seiten beschuldigen sich weiterhin gegenseitig der Verstöße.
Mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Einmarsches belastet der Krieg in der Ukraine die russische Gesellschaft weiterhin schwer. Die Besorgnis in der Bevölkerung wächst angesichts eines Konflikts, der sich zum blutigsten in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelt hat.
Die Parade am 9. Mai, die lange Zeit dazu diente, die militärische Macht des Landes zu demonstrieren, insbesondere durch die Ausstellung von Atomraketen und gepanzerten Fahrzeugen, erscheint heute als Spiegelbild eines Russlands, das unter Sicherheitsdruck steht und sich in einem Krieg befindet, dessen Ausgang ungewiss ist.
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