Die italienischen Gesundheitsbehörden gaben am Mittwoch bekannt, dass alle vier Personen, die wegen des Verdachts auf eine Hantavirus-Infektion unter Quarantäne gestellt worden waren, negativ getestet wurden. Diese Meldung erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter Wachsamkeit in mehreren europäischen Ländern angesichts des jüngsten Auftretens von Fällen im Zusammenhang mit dem Virus.
Das italienische Gesundheitsministerium teilte mit, dass Tests in Krankenhäusern in Rom und Mailand keine Infektionen unter den überwachten Personen ergeben hätten. Die Behörden fügten hinzu, dass das vom Virus ausgehende Risiko in Europa und somit auch in Italien weiterhin „sehr gering“ sei.
Unter den Getesteten befand sich eine argentinische Touristin, die nach einer Reise von Buenos Aires über Rom mit einer Lungenentzündung in Sizilien ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Die Ärzte hatten sich aufgrund ihrer kürzlichen Reise in ein als Hantavirus-Endemiegebiet geltendes Gebiet für die Tests entschieden.
Ein Mann aus Kalabrien begab sich ebenfalls in freiwillige Quarantäne, nachdem er am 25. April an Bord eines Flugzeugs kurzzeitig Kontakt zu einem Niederländer hatte, der später an dem Virus verstarb. Ein britischer Tourist und seine Partnerin wurden ebenfalls in Quarantäne genommen, nachdem sie mit demselben Passagier auf einem anderen Flug gereist waren.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass das Hantavirus hauptsächlich von Nagetieren übertragen wird. In seltenen Fällen kann es jedoch auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen. Die Symptome ähneln im Allgemeinen denen einer Grippe und umfassen Fieber, Muskelschmerzen und Atembeschwerden.
Diese Reihe negativer Tests ist eine gewisse Erleichterung für die italienischen und europäischen Gesundheitsbehörden, die bereits aufgrund der Besorgnis über das jüngste Auftreten mehrerer Fälle in Europa mobilisiert worden waren. Die Gesundheitsbehörden beobachten die Situation dennoch weiterhin genau, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.
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