Ramaphosa verspricht ein hartes Vorgehen gegen die Täter fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika.
Ramaphosa verspricht ein hartes Vorgehen gegen die Täter fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika.

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa versprach am Sonntag eine entschiedene Reaktion auf Gruppen, die beschuldigt werden, fremdenfeindliche Gewalt anzuheizen, die mehrere Regionen des Landes erschüttert und in mehreren afrikanischen Staaten Besorgnis auslöst.

In einer Fernsehansprache verurteilte das Staatsoberhaupt diejenigen, die die Besorgnis über illegale Einwanderung ausnutzen, um politische, persönliche oder kriminelle Interessen zu verfolgen.

„Wir werden gegen die Kräfte vorgehen, die die Sorgen unseres Volkes über illegale Einwanderung ausnutzen, um ihre eigenen politischen, persönlichen und kriminellen Ziele zu verfolgen“, sagte Ramaphosa, ohne jedoch zu präzisieren, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen.

Seit mehreren Wochen häufen sich in bestimmten Gebieten Südafrikas fremdenfeindliche Demonstrationen. Einige dieser Mobilisierungen sind in Gewalt ausgeartet, die sich insbesondere gegen Staatsangehörige anderer afrikanischer Länder richtet, die in Südafrika leben.

Angesichts der sich verschärfenden Lage haben mehrere afrikanische Regierungen Rückführungsaktionen für ihre Staatsbürger eingeleitet. Ghana, Nigeria, Malawi und Mosambik haben die Rückkehr einiger ihrer Staatsangehörigen angekündigt, die aufgrund der Unruhen gestrandet waren.

Die mosambikanische Regierung gab bekannt, dass fünf ihrer Bürger bei den Gewalttaten ums Leben gekommen seien, was die Schwere der Krise unterstreicht.

Diese Ereignisse lassen erneut Besorgnis über wiederkehrende Spannungen im Zusammenhang mit Einwanderung in Südafrika aufkommen, einem Land, das aufgrund seiner entwickelteren Wirtschaft seit Jahrzehnten Arbeitskräfte und Migranten aus dem gesamten südlichen Afrika anzieht.

Die südafrikanischen Behörden stehen nun unter Druck, die Ordnung wiederherzustellen, ausländische Gemeinschaften zu schützen und eine Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen zu den Nachbarländern zu vermeiden.

Mit seiner Haltung will Cyril Ramaphosa auch das internationale Image Südafrikas wahren, das in den vergangenen Jahren während der Wellen fremdenfeindlicher Gewalt, die das Land heimgesucht haben, regelmäßig kritisiert wurde.

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