Der Rechtsstreit zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump Die Auseinandersetzung bei der BBC hat eine neue Wendung genommen. Laut Financial Times weigern sich Trumps Anwälte, die von den Anwälten des britischen Senders im Rahmen einer 10-Milliarden-Dollar-Verleumdungsklage angeforderten Finanzinformationen herauszugeben.
Der US-Präsident wirft der BBC Verleumdung vor, da diese eine Dokumentation ausgestrahlt habe, die seiner Ansicht nach Ausschnitte seiner Rede vom 6. Januar 2021 manipuliert habe, um den Eindruck zu erwecken, er habe den Angriff auf das Kapitol befürwortet. Die im Dezember in Florida eingereichte Klage beruft sich unter anderem auf ein kalifornisches Gesetz, das irreführende und unlautere Geschäftspraktiken verbietet.
Laut Gerichtsakten, die von der Financial Times zitiert werden, behauptet die BBC, dass Donald Trumps Team versucht, das Verfahren zu verzögern und sich weigert, die zur Beurteilung des angeblichen Schadens notwendigen Finanzinformationen offenzulegen. Der Sender führt weiter aus, dass der Präsident behauptet, einen erheblichen Wertverlust seiner Marke und seiner Unternehmen erlitten zu haben, sich aber bisher geweigert habe, die zur Messung dieser Auswirkungen erforderlichen Daten bereitzustellen.
Im Zentrum des Streits steht der Donald J. Trump Revocable Trust, die Stiftung, die die wichtigsten Vermögenswerte und Geschäftsinteressen des Präsidenten verwaltet. Dieser Trust wird von seinem ältesten Sohn, Donald Trump Jr., verwaltet. Die Anwälte der BBC haben Akteneinsicht beantragt, aus denen der Wert der von dieser Stiftung gehaltenen Vermögenswerte, Immobilien und Investitionen hervorgeht.
Donald Trump fordert in seiner Klage mindestens fünf Milliarden Dollar Schadenersatz für jeden der beiden Anklagepunkte, insgesamt also mindestens zehn Milliarden Dollar. Sein Anwaltsteam behauptet, die BBC habe seine Aussagen „vorsätzlich und böswillig“ falsch dargestellt.
Weder die BBC noch das Weiße Haus haben sich öffentlich zu diesen jüngsten Entwicklungen geäußert. Der Streit könnte jedoch in dem Verfahren eine zentrale Rolle spielen, da die angeforderten Finanzinformationen voraussichtlich maßgeblich für die Begutachtung des von Donald Trump geltend gemachten Schadens sein werden.
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