Die konservative Kandidatin Keiko Fujimori baute am Montag ihren knappen Vorsprung bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen weiter aus, während die Auszählung Tausender umstrittener Stimmzettel andauerte. Trotz dieses Vorsprungs bleibt der Wahlausgang angesichts der starken politischen Polarisierung ungewiss.
Laut den neuesten Ergebnissen der Wahlbehörden erhielt Fujimori 50,051 % der Stimmen, sein linker Konkurrent Roberto Sanchez 49,949 %. Der Unterschied zwischen den beiden Kandidaten beträgt lediglich gut 18.300 Stimmen – ein äußerst knappes Ergebnis im nationalen Vergleich.
Die rechtsgerichtete Kandidatin hatte Mitte letzter Woche dank der schrittweisen Einbeziehung der Stimmen von im Ausland lebenden Peruanern die Führung zurückerobert. Seitdem hat sich ihr Vorsprung leicht vergrößert, ist aber weiterhin so gering, dass das Endergebnis bis zum Schluss spannend bleibt.
Der Wahlprozess wird durch die Prüfung zahlreicher strittiger Stimmen verlangsamt. Die Behörden überprüfen und bearbeiten diese Stimmzettel weiterhin; das Ergebnis könnte das endgültige Wahlergebnis noch beeinflussen.
Diese Präsidentschaftswahl zählt zu den knappsten in der jüngeren Geschichte Perus. Sie stellt zwei radikal unterschiedliche politische Visionen des Landes einander gegenüber: auf der einen Seite Keiko Fujimori, eine Vertreterin der peruanischen Rechten und Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori; auf der anderen Seite Roberto Sánchez, ein Kandidat, der von linken Kräften unterstützt wird.
Die politischen Spannungen bleiben hoch, da beide Seiten die endgültige Stimmenauszählung genau beobachten. Einsprüche und Berufungen, die nach der Wahl eingereicht wurden, haben die Ungewissheit verlängert und die offizielle Bekanntgabe des Wahlsiegers verzögert.
Während die letzten Stimmen ausgezählt werden, hält Peru den Atem an. Obwohl Keiko Fujimori derzeit leicht vorne liegt, hängt das Endergebnis von der Auszählung der restlichen Stimmen und der abschließenden Bestätigung durch die Wahlbehörden ab.
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