Putin erklärt sich bereit, Frieden mit Trump zu schließen, fordert aber weitere Zugeständnisse von der Ukraine.
Putin erklärt sich bereit, Frieden mit Trump zu schließen, fordert aber weitere Zugeständnisse von der Ukraine.

Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte am Donnerstag, dass die vom amerikanischen Präsidenten vorgelegten Vorschläge Donald Trump könnte dazu beitragen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Er betonte jedoch die Notwendigkeit von Kompromissen seitens Kiews und erklärte, er sehe keinerlei Anzeichen für eine solche Bereitschaft seitens der ukrainischen Behörden.

Am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg erklärte der russische Präsident gegenüber internationalen Medienvertretern, Moskau sei weiterhin bereit, eine diplomatische Lösung des Konflikts anzustreben. Er bekräftigte zudem, Russland werde die Kompromisse respektieren, die Berichten zufolge im vergangenen Jahr bei einem Gipfeltreffen in Alaska mit Donald Trump erzielt worden seien.

Gleichzeitig betonte Wladimir Putin, Russland werde den Kampf fortsetzen, sollte keine Einigung erzielt werden. Seinen Angaben zufolge rücken die russischen Streitkräfte weiter vor und seien in der Lage, ihre militärischen Ziele zu erreichen. Er erklärte, Russland sei bereit, „bis zum Sieg zu kämpfen“, falls die Verhandlungen scheitern sollten.

Der russische Präsident zeigt keinerlei Anzeichen, seine Position in den Gebietsforderungen aufzuweichen. Er beharrt darauf, dass die Ukraine die verbliebene, noch unter ihrer Kontrolle stehende Donbass-Region abtreten müsse, um eine Beilegung des Konflikts zu erreichen. Diese Position wird vom ukrainischen Präsidenten entschieden zurückgewiesen. Volodymyr Zelenskyder eine solche Forderung als eine Form der Kapitulation betrachtet.

In seiner Rede behauptete Wladimir Putin, Russland kontrolliere nun die gesamte Region Luhansk sowie mehr als 85 % der Region Donezk. Diese beiden Gebiete gehören zu den vier ukrainischen Regionen, die Moskau 2022 beanspruchte und annektierte – ein Schritt, den Kiew und die meisten westlichen Länder als völkerrechtswidrig betrachten.

Der Krieg dauert nun schon fünf Jahre an und bleibt der blutigste Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Wladimir Putins Äußerungen unterstreichen sowohl die erklärte Bereitschaft des Kremls zu diplomatischen Gesprächen als auch seine Weigerung, seine zentralen Gebietsansprüche aufzugeben, die weiterhin ein großes Hindernis für ein Friedensabkommen darstellen.

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