Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan äußerte am Sonntag seine Hoffnung auf eine rasche Normalisierung der Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei, einschließlich der Öffnung der Grenzen und der Wiederaufnahme der Bahn- und Straßenverbindungen.
Nach seiner Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen erklärte er, er halte eine diplomatische Annäherung zwischen Jerewan und Ankara in naher Zukunft für möglich. Er betonte zudem, dass die Region bereits eine schrittweise Stabilisierung erlebe, und verwies auf das Friedensabkommen mit Aserbaidschan und die engen Beziehungen zu Georgien.
Der armenische Regierungschef hob seine Initiative „Kreuzwege des Friedens“ hervor, die auf die Entwicklung regionaler Transportkorridore abzielt, welche Ost und West sowie Nord und Süd verbinden, mit dem Ziel, den Handel zwischen Armenien, der Türkei, Aserbaidschan, Georgien und dem Iran zu stärken.
Auf diplomatischer Ebene bekräftigte Paschinjan Armeniens Wunsch nach weiterer Annäherung an die Europäische Union. Gleichzeitig betonte er eine „ausgewogene Außenpolitik“ und erklärte, das Land werde weiterhin stabile Beziehungen zu Russland unterhalten und sich gleichzeitig schrittweise an europäische Normen angleichen.
Seinen Angaben zufolge würde dieser Angleichungsprozess Armenien auch ohne eine künftige EU-Mitgliedschaft ermöglichen, seine Institutionen zu modernisieren und seine innere Entwicklung zu stärken.
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