Die australische Regierung gab am Montag die Rückführung ihrer Staatsbürger an Bord der MV Hondius bekannt, einem unter niederländischer Flagge fahrenden Luxuskreuzfahrtschiff, das von einem Ausbruch des Hantavirus, einer potenziell tödlichen Krankheit, betroffen war.
Australische Passagiere werden nach ihrer Ankunft in Australien unter Quarantäne gestellt, teilten die Behörden mit. Das Schiff liegt derzeit vor Anker in der Nähe von Teneriffa, der größten der Kanarischen Inseln.
Mehrere Länder haben bereits mit der Evakuierung ihrer Staatsbürger begonnen. Spanien und Frankreich haben einige ihrer Staatsangehörigen zurückgeführt, während Flüge nach Kanada, in die Niederlande, die Türkei, nach Großbritannien, Irland und in die USA für Sonntagabend geplant waren.
Der australische Umweltminister Murray Watt teilte ABC News mit, dass Canberra zugestimmt habe, „eine kleine Anzahl von Australiern“ sowie einen ausländischen Staatsbürger, der in Australien medizinische Behandlung benötige, zurückzuholen.
Das Hantavirus ist eine seltene, aber schwerwiegende Infektion, die in der Regel von infizierten Nagetieren auf den Menschen übertragen wird. Einige Stämme können schwere Atemwegs- oder Nierenkomplikationen verursachen und zum Tod führen.
Die Gesundheitsbehörden haben noch keine Angaben zur genauen Anzahl der Infizierten an Bord des Schiffes oder zum genauen Ursprung des Ausbruchs gemacht. Die Situation gibt dennoch Anlass zu ernster internationaler Besorgnis aufgrund der potenziell tödlichen Natur des Virus und der hohen Zahl betroffener Passagiere.
Der Vorfall verdeutlicht die Gesundheitsrisiken auf Kreuzfahrtschiffen, wo die beengten Verhältnisse die rasche Ausbreitung von Infektionskrankheiten begünstigen. Die Behörden mehrerer Länder beobachten die Situation um die MV Hondius nun genau.
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