Der panamaische Präsident José Raúl Mulino bemühte sich am Donnerstag um eine Entspannung der Beziehungen zu China und schlug nach den jüngsten Reibereien im Zusammenhang mit dem Schifffahrts- und Hafensektor einen versöhnlichen Ton an.
Diese Spannungen entstanden nach einem Urteil eines panamaischen Gerichts, das zum Verlust der Hafenkonzessionen des chinesischen Konzerns CK Hutchison führte. Als Reaktion darauf berichteten panamaische Beamte von verstärkten Kontrollen panamaischer Schiffe in chinesischen Häfen, die sie als Vergeltungsmaßnahmen werteten.
José Raúl Mulino relativierte diese Bedenken jedoch und erklärte, solche Kontrollen seien im internationalen Seeverkehr weiterhin gängige Praxis. Er wies zudem darauf hin, dass ähnliche Praktiken auch in anderen wichtigen Schiffsregistern, wie beispielsweise denen Liberias und der Marshallinseln, beobachtet würden.
„Wir wollen keine Probleme mit China“, sagte der Präsident bei einem Besuch im Hafen von Balboa nahe dem Panamakanal. Er äußerte die Hoffnung auf eine rasche Rückkehr zu normalen politischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Diese Erklärung erfolgt, nachdem der panamaische Außenminister öffentlich einen Zusammenhang zwischen den chinesischen Inspektionen und der Gerichtsentscheidung im Fall CK Hutchison angedeutet hatte, was zu einer Belastung der diplomatischen Beziehungen beigetragen hatte.
Der chinesische Konzern hat nach dem Verlust seiner Hafenkonzessionen auch ein Schiedsverfahren über rund 2 Milliarden US-Dollar eingeleitet und dem Streit damit eine wirtschaftliche und rechtliche Dimension verliehen.
In diesem Kontext scheinen die panamaischen Behörden eine Deeskalation zu bevorzugen, um ihre Handelsbeziehungen mit China, einem wichtigen Wirtschaftspartner, aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Folgen eines heiklen Konflikts zu bewältigen.
Obwohl die Spannungen weiterhin spürbar sind, könnte José Raúl Mulinos versöhnliche Haltung den Weg für eine schrittweise Normalisierung der Beziehungen zwischen Panama und Peking ebnen.
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