Elf Jahre nach dem tödlichen Bombenanschlag in Bangkok wurden zwei Männer in Thailand zum Tode verurteilt.
Elf Jahre nach dem tödlichen Bombenanschlag in Bangkok wurden zwei Männer in Thailand zum Tode verurteilt.

Ein thailändisches Gericht verurteilte am Donnerstag zwei uigurische Männer zum Tode wegen ihrer Beteiligung an dem Bombenanschlag, der im August 2015 das Zentrum von Bangkok erschütterte. Bei dem Anschlag, einem der tödlichsten in der jüngeren Geschichte des Landes, kamen 20 Menschen ums Leben und 120 wurden verletzt.

Die Explosion ereignete sich am Erawan-Schrein, einem von Touristen und Einheimischen der thailändischen Hauptstadt frequentierten Gotteshaus. Unter den Opfern befanden sich mehrere chinesische Staatsangehörige, darunter fünf vom chinesischen Festland und zwei aus Hongkong.

In seinem Urteil stellte das Gericht fest, dass die den beiden Angeklagten vorgeworfenen Taten mehrere unterschiedliche und schwere Straftaten darstellten. Das Todesurteil stützte sich insbesondere auf den Vorwurf des vorsätzlichen Mordes, der nach thailändischem Recht zu den schwerstbestraften Verbrechen zählt.

Die beiden Männer, Yusufu Mieraili und Bilal Mohammed, stammen aus der Region Xinjiang im Nordwesten Chinas. Sie haben die gegen sie erhobenen Vorwürfe während des gesamten Gerichtsverfahrens konsequent bestritten.

Laut ihrem Anwalt werden die beiden Verurteilten Berufung gegen das Urteil einlegen. Die Verteidigung bestreitet weiterhin ihre Beteiligung an dem Anschlag und beabsichtigt, den Rechtsstreit bis vor die höheren Gerichte des Landes fortzusetzen.

Mit diesem Urteil endet ein besonders langer und komplexer Prozess, mehr als elf Jahre nach dem Anschlag, der Thailand und die internationale Gemeinschaft zutiefst erschütterte. Der Bombenanschlag von Bangkok zählt aufgrund der hohen Opferzahl und seiner Auswirkungen auf den Tourismus im Land zu den bedeutendsten Ereignissen in der jüngeren Sicherheitsgeschichte des Königreichs.

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