UN: Historische Resolution zur Sklaverei trotz westlichen Widerstands verabschiedet
UN: Historische Resolution zur Sklaverei trotz westlichen Widerstands verabschiedet

Die UN-Generalversammlung verabschiedete eine von Ghana eingebrachte Resolution, in der die transatlantische Sklaverei als das „schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anerkannt und Wiedergutmachung gefordert wird.

Der Text wurde von 123 Ländern angenommen, während drei Staaten, darunter die Vereinigten Staaten und Israel, dagegen stimmten. 52 Länder enthielten sich der Stimme, darunter Mitglieder der Europäischen Union und das Vereinigte Königreich.

Diese Resolution ist zwar rechtlich nicht bindend, hat aber ein erhebliches politisches und symbolisches Gewicht. Sie stellt einen wichtigen Schritt nach vorn in der internationalen Anerkennung der anhaltenden Folgen der Sklaverei dar.

Ghana verteidigte diesen Text mit dem Hinweis, dass die Auswirkungen des transatlantischen Sklavenhandels, der zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert Millionen von Afrikanern deportierte, bis heute spürbar sind, insbesondere durch rassische Ungleichheiten.

Der ghanaische Außenminister Samuel Ablakwa betonte die Notwendigkeit der Rechenschaftspflicht und der Anerkennung historischer Ungerechtigkeiten.

Experten begrüßten dies als einen „wichtigen“ Schritt innerhalb der Vereinten Nationen und betrachteten es als die bisher fortschrittlichste Anerkennung der Sklaverei als Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf internationaler Ebene.

Die Vorbehalte der westlichen Länder konzentrieren sich insbesondere auf die möglichen Auswirkungen auf Reparationszahlungen, ein besonders heikles diplomatisches Thema.

Diese Übernahme verdeutlicht die anhaltenden Unterschiede zwischen den Ländern im Umgang mit historischen Altlasten und deren gegenwärtigen Folgen.

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