Die Philippinen haben nach der Entdeckung einer schwimmenden Struktur im umstrittenen Scarborough-Riff im Südchinesischen Meer diplomatische Bemühungen gegenüber China eingeleitet. Manila verurteilt die Präsenz der Struktur als „illegal“ und bekräftigt seine Absicht, seine Souveränität im Einklang mit dem Völkerrecht zu verteidigen.
Die philippinische Einsatzgruppe für das Südchinesische Meer hat die Existenz einer etwa sechs mal sechs Meter großen, schwimmenden Struktur bestätigt, die mit einer mutmaßlichen Antenne ausgestattet ist. Die Struktur wurde zunächst in der Nähe und dann innerhalb der Lagune des Scarborough-Riffs gesichtet, einem Gebiet, das sowohl von den Philippinen als auch von China beansprucht wird.
Laut philippinischen Behörden deuten die jüngsten, von den Streitkräften aufgenommenen Bilder darauf hin, dass die Anlage möglicherweise bewohnt ist. Die Beamten machten jedoch keine Angaben darüber, wann die Bilder aufgenommen wurden oder welche genaue Funktion das Gebäude hatte.
Die philippinische Regierung erklärte, ihr Außenministerium habe angesichts der Situation die ihrer Ansicht nach angemessenen diplomatischen Schritte unternommen. In einer Stellungnahme bekräftigten die Behörden, dass die Verteidigung der nationalen Interessen, der Souveränität und der Hoheitsgewalt des Landes weiterhin oberste Priorität habe.
Verteidigungsminister Gilberto Teodoro hatte die Existenz dieser Einrichtung bereits Ende Mai am Rande des Shangri-La-Dialogs in Singapur erwähnt.
Die philippinischen Behörden überwachen das Gebiet weiterhin, um die genaue Art der Anlage, ihren Zweck und ihre potenziellen strategischen Auswirkungen zu ermitteln. Sie bekräftigen, dass das Scarborough-Riff gemäß internationalem Recht in die philippinische Seezone fällt.
Dieser Vorfall ereignet sich inmitten anhaltender Spannungen im Südchinesischen Meer, wo mehrere Staaten der Region Pekings Gebietsansprüche auf ressourcenreiche Gebiete, die für den globalen Seehandel von strategischer Bedeutung sind, in Frage stellen.
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