Norwegen: Die Regierung zieht 15 Jahre nach dem Breivik-Anschlag wieder in ihre Büros ein.
Norwegen: Die Regierung zieht 15 Jahre nach dem Breivik-Anschlag wieder in ihre Büros ein.

Fünfzehn Jahre nach den tödlichen Anschlägen von Anders Behring Breivik ist die norwegische Regierung am Montag offiziell in ihre alten Räumlichkeiten in Oslo zurückgekehrt und hat damit eine lange Zeit dezentralisierter Institutionen beendet. Dieser symbolischen Wiedereröffnung gingen umfangreiche Rekonstruktions- und Modernisierungsarbeiten voraus.

Am 22. Juli 2011 zündete Anders Behring Breivik eine Autobombe in der Nähe des Regierungssitzes, wobei acht Menschen getötet und erhebliche Sachschäden verursacht wurden. Anschließend ermordete er 69 Menschen, zumeist Jugendliche, in einem Sommerlager auf der Insel Utøya – einer der schlimmsten Anschläge in der Geschichte des Landes.

Nach dem Anschlag mussten die Ministerien in provisorische Gebäude im gesamten Stadtgebiet umziehen. Über ein Jahrzehnt lang funktionierte die Verwaltung des Landes daher dezentralisiert, bis das Regierungsviertel wiederaufgebaut war.

Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bezeichnete diese Zeit als „Exil“ und betonte die symbolische Bedeutung der Rückkehr in diese historisch bedeutsamen Räumlichkeiten. Die Wiedereröffnung umfasst das Büro des Ministerpräsidenten und sechs Ministerien, die nun in einem modernisierten und gesicherten Komplex untergebracht sind.

Bei der Einweihung seines neuen Büros erwähnte Jonas Gahr Støre auch das dort angebrachte Foto von Nelson Mandela, einem Symbol für Widerstandskraft und Kampf gegen Widrigkeiten. Diese Wahl verdeutlicht den Wunsch der Behörden, nach vorn zu blicken und gleichzeitig das Andenken der Opfer zu ehren.

Diese Rückkehr stellt einen wichtigen Schritt beim Wiederaufbau des Landes nach den Anschlägen von 2011 dar und bekräftigt die Kontinuität der demokratischen Institutionen angesichts des Terrorismus.

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