Die USA und der Iran wollen in Islamabad Friedensgespräche aufnehmen, doch es zeichnen sich bereits jetzt ernsthafte Meinungsverschiedenheiten ab.
Teheran hat Vorbedingungen gestellt und fordert insbesondere einen Waffenstillstand, der den Libanon einschließt, sowie die Aufhebung der Sanktionen noch vor Beginn der Gespräche. Diese Position wurde von Washington und seinen Verbündeten zurückgewiesen, die die libanesische Front als vom Waffenstillstandsabkommen ausgeschlossen betrachten.
Die amerikanische Delegation wird von Vizepräsident JD Vance geleitet, begleitet unter anderem von Sondergesandtem Steve Witkoff und Jared Kushner. Auf iranischer Seite führen Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf und Außenminister Abbas Araqchi die Verhandlungen.
Vor Ort bestehen die Spannungen fort. Trotz einer Waffenruhe zwischen Washington und Teheran dauern die Kämpfe im Libanon zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah an und fordern zahlreiche Opfer.
Die Meinungsverschiedenheiten betreffen auch die Kontrolle der Straße von Hormuz, einem strategischen Punkt für den globalen Ölhandel, sowie mögliche Kriegsreparationen, die der Iran fordert.
Der amerikanische Präsident Donald Trump Iran seinerseits verschärfte seinen Ton und erklärte, der Iran habe in diesen Verhandlungen „keine Verhandlungsmacht“, wodurch der Druck auf Teheran zunahm.
In diesem Kontext bleibt die tatsächliche Aufnahme von Gesprächen ungewiss. Angesichts von Vorbedingungen, geopolitischen Meinungsverschiedenheiten und anhaltenden Spannungen an mehreren Fronten erscheinen diese Gespräche besonders fragil und entscheidend für den weiteren Verlauf des Konflikts.
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