Die Moskauer Behörden kündigten am Mittwoch neue Beschränkungen an, die die Veröffentlichung von Fotos und Videos, die die Folgen von Drohnenangriffen oder anderen als "terroristisch" eingestuften Handlungen zeigen, ohne vorherige Genehmigung der russischen Behörden verbieten.
Die Maßnahme wurde vom Büro des Bürgermeisters Sergei Sobjanin per Dekret auf der offiziellen Website der Stadtverwaltung bekannt gegeben. Der Text, der der städtischen „Antiterrorkommission“ zugeschrieben wird, besagt, dass die Entscheidung darauf abzielt, „die Verbreitung unzuverlässiger Informationen“ zu verhindern.
Die Einschränkungen gelten für Medien, Privatpersonen und Rettungsdienste. Ab sofort dürfen keine Bilder oder Videos, die die Folgen von Drohnenangriffen, Explosionen oder Infrastrukturschäden zeigen, vor einer offiziellen Bekanntmachung des russischen Verteidigungsministeriums oder der jeweiligen Stadtverwaltung verbreitet werden.
Das Dokument legt fest, dass dieses Verbot auch Angriffe mit Drohnen oder „anderen Zerstörungsmitteln“ umfasst, die das Leben von Bürgern gefährden oder kritische Infrastrukturen beschädigen könnten.
Die russischen Behörden weisen jedoch darauf hin, dass Werbung, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung oder der unmittelbaren Sicherheit der Bevölkerung dient, weiterhin erlaubt bleibt. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen von bis zu mehreren Hundert Dollar für Einzelpersonen und noch höheren Strafen für Regierungsbeamte oder Unternehmen geahndet.
Seit mehreren Monaten sieht sich Russland einer Zunahme von Drohnenangriffen ausgesetzt, die der Ukraine zugeschrieben werden, auch in Regionen fernab der Frontlinien. Andere russische Regionen hatten bereits vor Moskau ähnliche Maßnahmen ergriffen – ein Zeichen für das wachsende Bestreben der Regierung, die Kontrolle über Informationen zu den Auswirkungen des Krieges auf russisches Territorium zu erlangen.
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