Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bekräftigten bei ihrem Treffen in Hannover ihr Engagement für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Europa und Brasilien.
Die beiden Staats- und Regierungschefs begrüßten das bevorstehende Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur am 1. Mai. Sie sehen darin ein starkes Signal für Multilateralismus und regelbasierten internationalen Handel.
„Wir wollen ein Wirtschaftssystem mit möglichst wenigen Zöllen – idealerweise ohne Zölle“, sagte Merz und betonte die Wichtigkeit einer offenen wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Lula seinerseits präsentierte Brasilien als strategischen Partner, insbesondere im Bereich der natürlichen Ressourcen. Das Land verfügt über bedeutende Vorkommen an wichtigen Rohstoffen, darunter Niob, Graphit, Seltene Erden und Nickel, die für die Technologie- und Energiewirtschaft unerlässlich sind.
Der brasilianische Präsident betonte außerdem, dass das Bergbaupotenzial des Landes weitgehend unerschlossen sei, was den Weg für künftige wirtschaftliche Kooperationen mit Europa ebne.
Dieses Treffen findet zu einer Zeit statt, in der sich die globalen Wirtschaftsbündnisse neu gestalten und der Zugang zu Ressourcen sowie die Sicherung von Lieferketten zu wichtigen Themen für die Großmächte werden.
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