Das Weiße Haus hat die Veröffentlichung eines Sicherheitsbulletins, das US-amerikanische Strafverfolgungsbehörden vor einer erhöhten Bedrohung im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran warnen sollte, zumindest vorübergehend ausgesetzt. Diese Information wurde von einem Regierungsbeamten bestätigt. Donald Trumpder unter der Bedingung der Anonymität sprach.
Dieses Bulletin, das gemeinsam vom FBI, dem Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) und dem Nationalen Zentrum für Terrorismusbekämpfung erstellt wurde, richtete sich an die für die innere Sicherheit zuständigen lokalen und staatlichen Behörden. Ziel war es, vor potenziellen feindlichen Aktionen auf US-amerikanischem Boden im Kontext der militärischen Eskalation im Nahen Osten zu warnen.
Laut dem zitierten Beamten bat die Trump-Regierung eine Bundesbehörde, die Veröffentlichung des Dokuments auszusetzen, um dessen Inhalt gründlich zu prüfen. Ziel sei es, die Richtigkeit der Informationen vor einer Weitergabe an die Sicherheitsbehörden sicherzustellen.
Das vom Büro für Nachrichtendienste und Analysen des Heimatschutzministeriums erstellte Bulletin wurde Berichten zufolge als unpräzise und schlecht formuliert eingestuft. Laut derselben Quelle enthielten bestimmte Abschnitte des Dokuments nicht genügend konkrete Beweise, um eine offizielle Warnung zu rechtfertigen.
Die britische Boulevardzeitung Daily Mail hatte zuvor behauptet, das Weiße Haus habe die Veröffentlichung des Dokuments verhindert, das Details darüber enthielt, wie iranische Gruppen Anschläge in den Vereinigten Staaten verüben könnten. US-Behörden haben diese Information jedoch nicht bestätigt.
Weder das FBI noch das Nationale Zentrum für Terrorismusbekämpfung reagierten umgehend auf die Anfragen von Reuters bezüglich der Suspendierung. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Spannungen zwischen Washington und Teheran nach den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran weiterhin extrem hoch sind.