Marco Rubio wird in Frankreich erwartet; beim G7-Treffen soll die angespannte Lage im Nahen Osten thematisiert werden.
Marco Rubio wird in Frankreich erwartet; beim G7-Treffen soll die angespannte Lage im Nahen Osten thematisiert werden.

Am Freitag wird Marco Rubio zu einem Treffen der G7-Außenminister in Frankreich eintreffen. Das US-Außenministerium gab dies am Dienstag bekannt und hob die Lage im Nahen Osten hervor, da der Krieg im Iran die Region weiterhin destabilisiert. Das Ziel ist klar: Einigkeit angesichts der von Washington als Bedrohungen für Frieden und Stabilität in der Welt bezeichneten Ereignisse zu demonstrieren. Auf dem Papier ein Routinetreffen. Doch die Atmosphäre ist von Konflikten durchzogen.

Ein wichtiges Detail ist, dass diese Reise als die erste Auslandsreise des Außenministers seit Beginn der von den Vereinigten Staaten und Israel angeführten Angriffskampagne gegen den Iran am 28. Februar präsentiert wird. Donald TrumpEr seinerseits behauptete, Gespräche mit Teheran seien im Gange, was von iranischer Seite umgehend dementiert wurde. Der amerikanische Präsident kündigte zudem eine fünftägige Aussetzung seiner Drohung gegen das iranische Stromnetz an – ein kalkulierter Schachzug, irgendwo zwischen Druckausübung und inszeniertem Ereignis.

In Cernay-la-Ville herrscht angespannte Diplomatie und die Nerven liegen blank.

In Cernay-la-Ville bei Rambouillet werden die G7-Außenminister unter französischer Präsidentschaft versuchen, ihr Vorgehen zu koordinieren. Der Iran hat seine Angriffe in der Region als Vergeltung für amerikanische und israelische Angriffe verstärkt und dabei westliche Militärziele sowie Energieinfrastruktur und zivile Einrichtungen angegriffen – eine Spirale der Gewalt, die in den Außenministerien Besorgnis auslöst. Bereits am Samstag forderte die G7 Teheran zu einem „sofortigen und bedingungslosen Ende“ seiner Angriffe auf, die sie als „ungerechtfertigt“ bezeichnete. Diese Worte sind unmissverständlich; es bleibt abzuwarten, wie wirksam sie im Kampf gegen die Raketen sein werden.

Ein weiteres Thema ist der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, den Rubio auch mit seinen Amtskollegen aus den USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada erörtern wird. Zwei Fronten, zwei Herangehensweisen, die gleiche Gefahr strategischer Erschöpfung – jener Art von Erschöpfung, die Länder zwingt, ihre Prioritäten neu zu ordnen. Und während die Diplomaten hinter verschlossenen Türen tagen, reagieren die Märkte bereits: Steigende Öl- und Gaspreise erinnern daran, dass jeder Konflikt im Nahen Osten letztendlich die europäischen Haushalte trifft.

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