Trotz Protesten verteidigt Ruto das amerikanische Projekt für ein Ebola-Zentrum in Kenia.
Trotz Protesten verteidigt Ruto das amerikanische Projekt für ein Ebola-Zentrum in Kenia.

Der kenianische Präsident William Ruto verteidigte am Donnerstag die Entscheidung, den Vereinigten Staaten den Bau eines Ebola-Quarantänezentrums auf einem Luftwaffenstützpunkt in Kenia zu gestatten, und sagte, seine Regierung tue „das Richtige“, indem sie das Projekt unterstütze.

Die Anlage befindet sich in Nanyuki in Zentral-Kenia im Bau. Satellitenbilder, die Reuters vorliegen, zeigen, dass die Arbeiten trotz lokaler Proteste und kenianischer Gerichtsurteile, die das Projekt stoppen sollen, zügig voranschreiten. Das US-Außenministerium reagierte zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Die geplante Einrichtung soll eine Station mit 50 Betten für Amerikaner umfassen, die möglicherweise dem Ebola-Virus ausgesetzt waren. Das Projekt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem ein Ausbruch die Demokratische Republik Kongo, das derzeitige Epizentrum des Ausbruchs, betrifft; auch in Uganda wurden Fälle gemeldet.

Die kenianische Regierung ist überzeugt, dass diese Infrastruktur ihre Kapazitäten zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten stärken und zur internationalen Zusammenarbeit beitragen wird. William Ruto betonte, dass die Initiative als Investition in die Gesundheitssicherheit und nicht als Bedrohung zu verstehen sei.

Das Projekt stieß jedoch bei Teilen der Bevölkerung auf heftigen Widerstand. In Nanyuki fanden Demonstrationen gegen die Errichtung des Zentrums statt, wobei einige Anwohner Gesundheitsrisiken befürchten und gegen die fehlende vorherige Konsultation protestieren.

Die Debatte findet vor dem Hintergrund erhöhter Wachsamkeit in Ostafrika hinsichtlich der Ausbreitung von Ebola statt. Die Gesundheitsbehörden der Region beobachten die Entwicklung der Epidemie genau und bemühen sich, die Präventions- und Behandlungsmaßnahmen für potenziell infizierte Personen zu verstärken.

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