MONDE

Die Europäische Union ergreift entschiedene Maßnahmen: beispiellose Sanktionen gegen gewalttätige israelische Siedler.

Die Europäische Union ergreift entschiedene Maßnahmen: beispiellose Sanktionen gegen gewalttätige israelische Siedler.
Die Europäische Union ergreift entschiedene Maßnahmen: beispiellose Sanktionen gegen gewalttätige israelische Siedler.

Die Außenminister der Europäischen Union einigten sich am Montag auf neue Sanktionen gegen israelische Siedler, die der Gewalt im besetzten Westjordanland beschuldigt werden. Die Maßnahmen gelten auch für mehrere Hamas-Führer, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilte.

Nach Angaben aus Brüssel richtet sich diese neue Sanktionsrunde gegen drei israelische Siedler und vier Organisationen mit Verbindungen zur Siedlungsbewegung. Die Identität der betroffenen Personen und Gruppen wurde noch nicht bekannt gegeben.

Das Dossier war aufgrund des Widerstands der vorherigen ungarischen Regierung mehrere Monate lang blockiert. Nach deren Wahlniederlage im vergangenen Monat gelang es den EU-Mitgliedstaaten jedoch schließlich, einen Kompromiss zu erzielen und den Text weiter voranzubringen.

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Diese Sanktionen erfolgen vor dem Hintergrund der Besorgnis mehrerer europäischer Regierungen über die zunehmende Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland. Die Spannungen im besetzten Gebiet haben sich in den letzten Monaten parallel zum andauernden Krieg in der Region deutlich verschärft.

Im sozialen Netzwerk X begrüßte Kaja Kallas die zwischen den Mitgliedstaaten erzielte Einigung. „Es war höchste Zeit, die Blockade zu überwinden und die Ziele zu erreichen“, schrieb sie und fügte hinzu: „Extremismus und Gewalt haben Konsequenzen.“

Die israelische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der israelische Außenminister Gideon Saar verurteilte die Entscheidung als „willkürlich und politisch motiviert“. Seiner Ansicht nach sanktioniert die Europäische Union israelische Bürger und Organisationen „aufgrund ihrer politischen Ansichten und ohne jegliche Grundlage“.

Diese neue Entscheidung verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen mehreren europäischen Hauptstädten und der israelischen Regierung in der Frage der Siedlungen im Westjordanland, einem Thema, das nach wie vor einer der Hauptstreitpunkte in den diplomatischen Beziehungen des Nahen Ostens ist.

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