Lula kritisiert die Untätigkeit des Sicherheitsrats und fordert die Großmächte auf, „ihr Verhalten zu ändern“.
Lula kritisiert die Untätigkeit des Sicherheitsrats und fordert die Großmächte auf, „ihr Verhalten zu ändern“.

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva forderte die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats auf, ihren Umgang mit internationalen Krisen zu ändern, und verurteilte ihr Versagen bei der Verhinderung des Krieges im Iran. Er äußerte sich dazu auf einem Gipfeltreffen progressiver Führungskräfte in Barcelona.

Lula argumentierte, dass die fünf Vetomächte – die Vereinigten Staaten, Russland, China, Frankreich und Großbritannien – ihrer Verantwortung gerecht werden und ihr Handeln auf der internationalen Bühne überdenken müssten. Seiner Ansicht nach trage ihre Untätigkeit zur Eskalation von Konflikten bei.

Ohne ihn namentlich zu nennen, kritisierte der brasilianische Präsident auch Donald TrumpEr sprach von einem Anführer, der durch seine öffentlichen Äußerungen „die Welt bedroht“ und „Kriege erklärt“. Er verurteilte eine Form politischer Instabilität, die durch als unberechenbar wahrgenommene Aussagen angeheizt werde.

Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund verschärfter internationaler Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, wo der Krieg im Iran das globale Gleichgewicht weiterhin belastet. Lula fordert einen effektiveren Multilateralismus und eine verantwortungsvollere globale Governance.

Der brasilianische Präsident, eine einflussreiche Figur der internationalen Linken, plädiert regelmäßig für eine Reform der internationalen Institutionen, die seiner Ansicht nach den heutigen Herausforderungen nicht mehr gewachsen sind.

Dieser Einsatz in Barcelona verdeutlicht Lulas Wunsch, Einfluss auf die globale Debatte zu nehmen und eine grundlegende Überarbeitung des internationalen Systems voranzutreiben, in einer Zeit, in der sich Krisen häufen und die Mechanismen der Zusammenarbeit auf die Probe stellen.

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