Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kritisierte die Äußerungen seines amerikanischen Amtskollegen aufs Schärfste. Donald Trumpund rief die Staats- und Regierungschefs der Welt dazu auf, dem Respekt bei der Gestaltung internationaler Beziehungen Vorrang vor Bedrohungen zu geben.
In einem Interview mit der spanischen Tageszeitung El País verurteilte Lula die Äußerungen des amerikanischen Präsidenten zum Iran und erklärte, ein Staatsoberhaupt habe „nicht das Recht, morgens aufzuwachen und ein Land zu bedrohen“. Er bezeichnete diese Haltung als im Widerspruch zu demokratischen Prinzipien und den Pflichten eines Staatsoberhauptes stehend.
Der brasilianische Präsident kritisierte auch Washingtons Außenpolitik, die er als auf Angst basierende Strategie bezeichnete. Seiner Ansicht nach sollten internationale Beziehungen auf Dialog und gegenseitigem Respekt zwischen den Nationen beruhen.
Abgesehen von der Iran-Frage verurteilte Lula die seiner Ansicht nach amerikanische Einmischung in andere Länder, insbesondere in Venezuela, und forderte souveräne politische Prozesse ohne externe Intervention.
In seinen Ausführungen betonte der brasilianische Staatschef außerdem, dass politische Führer, insbesondere ältere, in einem von starken Spannungen geprägten internationalen Kontext „Reife“ in ihren Äußerungen zeigen sollten.
Diese Kritikpunkte fallen mit Lulas geplantem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in Barcelona zusammen, der ebenfalls ein Kritiker der Politik Donald Trumps ist. Diese Ereignisse verdeutlichen die wachsenden Differenzen zwischen einigen westlichen Mächten im Umgang mit internationalen Krisen.
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