Die Ukraine bekannte sich am Freitag zu einem großangelegten Drohnenangriff gegen mehrere Ziele in Russland und erklärte insbesondere, eine Ölraffinerie in der Stadt Rjasan, etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau, angegriffen zu haben.
Laut Robert Brovdi, dem Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, zielte der Angriff in der Nacht auf strategische Infrastruktur. Bilder, die in sozialen Medien kursieren und von den Medien verbreitet werden, zeigen große Flammen und eine dichte Rauchwolke, die in der Nähe der Raffinerie in Rjasan aufsteigt.
Ein ukrainischer Militärvertreter erklärte, seine Streitkräfte hätten Angriffe auf 23 Ziele und militärische Einrichtungen sowohl auf russischem Territorium als auch in von Russland besetzten ukrainischen Gebieten durchgeführt. Kiew verfolgt seit mehreren Monaten eine Strategie, die darauf abzielt, russische Energie- und Logistikinfrastruktur fernab der Frontlinien anzugreifen.
Die Raffinerie in Rjasan ist ein wichtiger Energiestandort für Russland. Die russischen Behörden machten zunächst keine Angaben zum Ausmaß der Schäden und gaben auch nicht an, ob die Produktion durch den Angriff beeinträchtigt wurde. Offizielle Opferzahlen lagen zunächst nicht vor.
Seit Beginn des Konflikts haben ukrainische Drohnenangriffe tief im russischen Territorium zugenommen und zielen auf Raffinerien, Treibstofflager, Militärbasen und industrielle Infrastruktur. Moskau wirft Kiew regelmäßig vor, die russische Wirtschaft destabilisieren und fernab der Kampfhandlungen Angst verbreiten zu wollen.
Diese Angriffe erfolgen inmitten der Eskalation des Krieges zwischen Russland und der Ukraine an mehreren Fronten. Beide Seiten verstärken ihre Angriffe aus der Ferne, und die Energieinfrastruktur ist zu einem wichtigen strategischen Ziel des Konflikts geworden.
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