Die EU eröffnet die erste Phase der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau.
Die EU eröffnet die erste Phase der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau.

Die Botschafter der 27 EU-Mitgliedstaaten gaben am Freitag ihre Zustimmung zum Beginn der ersten Phase der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau. Die Gespräche sollen am Montag offiziell beginnen und markieren einen weiteren Schritt in der Annäherung dieser beiden Länder an die Europäische Union.

Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Ukraine, die sich noch immer im Krieg mit Russland befindet, die Integration in die Europäische Union zu einem ihrer wichtigsten strategischen Ziele erklärt. Für Kiew stellt die EU-Mitgliedschaft – über die militärische Unterstützung der westlichen Verbündeten hinaus – einen entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Stützpunkt im europäischen Raum dar.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten bereits im Dezember 2023 das Prinzip der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau gebilligt, doch konkrete Gespräche verliefen schleppend, insbesondere aufgrund des Widerstands der vorherigen ungarischen Regierung. Budapest hatte mehrere Fortschritte im Zusammenhang mit dem Beitrittsprozess der Ukraine blockiert.

Diese Pattsituation wurde diesen Monat durch eine Einigung zwischen Kiew und der neuen ungarischen Regierung über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine aufgehoben. Diese Einigung löste die Blockade und ermöglichte den Beginn der ersten Verhandlungsphase.

Nach den Ergebnissen des Treffens am Freitag in Brüssel können die Ukraine und Moldau nun die Gespräche über die ersten politischen Kapitel aufnehmen. In dieser Phase geht es darum, ihre Gesetzgebung in mehreren Schlüsselbereichen an europäische Standards anzupassen.

Der Beitrittsprozess zur Europäischen Union ist in der Regel langwierig und komplex und erfordert tiefgreifende Reformen im rechtlichen, wirtschaftlichen und institutionellen Bereich. Trotz des andauernden Krieges haben die europäischen Staats- und Regierungschefs ihr Engagement für die Unterstützung der Ukraine auf diesem Weg der schrittweisen Integration bekräftigt.

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