London unter Hochspannung: Großaufgebot der Polizei im Vorfeld eines riskanten Wochenendes
London unter Hochspannung: Großaufgebot der Polizei im Vorfeld eines riskanten Wochenendes

Die Londoner Polizei kündigte am Mittwoch eine beispiellose Sicherheitsoperation an, um mögliche Unruhen bei mehreren für dieses Wochenende in der britischen Hauptstadt geplanten Demonstrationen zu verhindern. Die Behörden befürchten Zusammenstöße angesichts der erhöhten politischen und internationalen Spannungen.

Nach Angaben der Metropolitan Police werden am Samstag mindestens 80.000 Menschen zu zwei großen, getrennten Kundgebungen erwartet: einem pro-palästinensischen Marsch zum Gedenken an die Nakba und einer Anti-Einwanderungs-Demonstration mit dem Namen „Unite the Kingdom“, die mit dem islamfeindlichen Aktivisten Stephen Yaxley-Lennon, bekannt als Tommy Robinson, in Verbindung steht.

Die Situation wird durch das gleichzeitig stattfindende FA-Cup-Finale im Wembley-Stadion zusätzlich verschärft. Die Behörden befürchten, dass der massive Zustrom von Fans und Demonstranten die Polizeiarbeit in mehreren Londoner Stadtteilen erschweren könnte.

Der stellvertretende Polizeipräsident James Harman gab an, dass für die Operation fast 4.000 Polizisten mobilisiert würden, unterstützt von Hubschraubern, Hundestaffeln und bewaffneten Polizeifahrzeugen, die in Reserve gehalten würden.

Die britische Polizei kündigt an, ihre Befugnisse „so entschieden wie möglich“ einzusetzen, um jegliche Gewaltausbrüche zu verhindern. Die Behörden begründen dies mit der Sorge über zunehmende Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, jüngste antisemitische Angriffe und die erhöhte Terrorgefahr in Großbritannien.

Diese außergewöhnliche Mobilisierung verdeutlicht die wachsende Besorgnis der britischen Behörden hinsichtlich der Gefahr von Unruhen bei politisch heiklen Demonstrationen in einem nationalen Klima, das bereits von starken Spaltungen in Bezug auf Migrationsfragen und den Konflikt im Nahen Osten geprägt ist.

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