Teheran hat Sofia erneut gewarnt, nachdem den USA die Nutzung bulgarischer Militärstützpunkte, darunter des Luftwaffenstützpunkts Bezmer, gestattet wurde. Diese dritte iranische Warnung erfolgt nur wenige Tage nach Donald Trump dankte öffentlich dem bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radev.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, veröffentlichte eine Erklärung in den sozialen Medien, in der er betonte, dass „diejenigen, die in Bulgarien Entscheidungen treffen, die Verantwortung für die gefährliche Entscheidung übernehmen müssen, einem amerikanischen Luftbetankungsflugzeug die Landung auf ihren Militärbasen zu gestatten.“
Teheran betrachtet diesen Fall nicht als Einzelfall. In der Erklärung heißt es, ähnliche Entscheidungen seien bereits getroffen worden, um „US-Militäroperationen gegen den Iran zu unterstützen“. Das Ministerium betonte jedoch, zwischen Regierungen und Völkern zu unterscheiden: „Das bulgarische Volk weiß sehr wohl, dass das iranische Volk nie Probleme mit Bulgarien hatte. Seit Jahrzehnten basieren die Beziehungen zwischen unseren beiden Nationen auf gegenseitigem Respekt.“
Diese dritte Warnung erfolgte kurz nach einem Beitrag von Donald Trump auf Truth Social, in dem der US-Präsident schrieb: „Danke, Premierminister Radev! Bulgarien steht an Trumps Seite und unterstützt die Stationierung eines US-Luftwaffenstützpunkts trotz der Drohungen aus dem Iran.“ Diese Aussage verstärkte die Besorgnis in der bulgarischen Bevölkerung.
Der bulgarische Verteidigungsminister Dimitar Stoyanov versuchte, die Befürchtungen zu zerstreuen. In einem Interview mit dem Fernsehsender bTV erklärte er, er fürchte keinen iranischen Raketenangriff auf Bulgarien, räumte aber gleichzeitig ein, dass „alles möglich“ sei. Er argumentierte zudem, das Risiko sei heute geringer als zu der Zeit, als amerikanische Militärflugzeuge auf einem zivilen Flughafen stationiert waren.
Das bulgarische Parlament hat Anfang der Woche die Verlegung dieser Flugzeuge zum Militärflugplatz Bezmer genehmigt. Diese Entscheidung hat Proteste unter den Anwohnern ausgelöst, die befürchten, ihr Gebiet könnte angesichts der zunehmenden Spannungen zum Ziel von Angriffen werden.
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